Wie geht Kirchenvorstand?

Einladung zur öffentlichen Sitzung

FUHRBERG (r/bs). Der Kirchenvorstand in Fuhrberg öffnet für die Sitzungen im Oktober und November seine Türen.
Normalerweise tagt der Kirchenvorstand für sich, jetzt wird die Öffentlichkeit auch eingeladen. Als während der Gemeindeversammlung im September über die im März 2018 anstehende Kirchenvorstandswahl geredet wurde, sagte jemand aus der Gemeinde: „Ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, was ein Kirchenvorstand genau macht. Kann man bei einer Kirchenvorstandssitzung nicht mal zuschauen? Dann weiß ich, was da passiert, und kann mir überlegen, ob ich das auch kann und will.“
Das hat den Kirchenvorstand in seiner nächsten Sitzung zu seiner Entscheidung gebracht, nicht nur über seine Arbeit zu reden, sondern sich auch über die Schulter gucken zu lassen. „Ich finde das richtig gut.“, sagt Pastor Rainer Henne. „So sehen die Leute, dass wir keine Geheimnisse austauschen. Und vielleicht weckt es bei der einen oder dem anderen auch das Interesse zur Mitarbeit im künftigen Kirchenvorstand.“
Denn Fuhrberg, so erklärt der Pastor weiter, ist eine kleine Gemeinde. Wenn ab 2022 die nächste Sparrunde in der Landeskirche beginnt, müssen die Fuhrberger gut aufgestellt sein, damit sie als selbständige Gemeinde noch weiter bestehen können. Denn auch Fuhrberg bleibt vom Mitgliederschwund nicht verschont.
Die kleine Gemeinde nähert sich der magischen Tausendergrenze. Hat sie weniger als 1000 Gemeindeglieder, wird es sehr wahrscheinlich keine halbe Pfarrstelle mehr geben. Und das bedeutet meistens den Verlust der Eigenständigkeit. „Wir brauchen hier ein paar Menschen, die die Ärmel aufkrempeln und so miteinander arbeiten, wie damals beim Gemeindehaus. Dann kann hier viel passieren.“ Davon ist der Pastor fest überzeugt. Ob das stimmt, wird die Zeit zeigen. Wer jedoch neugierig geworden ist, kann sich am 18. Oktober und am 15. November jeweils ab 19.30 Uhr selbst ein Bild von der Kirchenvorstandsarbeit machen.