Wettmarer Weihnachtsmarkt erstmals mit „Vorglühen“

Auch in diesem Jahr herrschte wieder großer Andrang zum Wettmarer Weihnachtsmarkt. (Foto: Renate Tiffe)

Lange Schlangen nicht nur vor dem Schmalzkuchenverkauf

WETTMAR (ti). Es war wie jedes Mal zum ersten Advent. Ihren Weihnachtsmarkt lassen sich die Wettmarer nicht entgehen. Und so war der kleinen Budenstadt auf dem weiten, erleuchteten Karree des Dorfplatzes auch in diesem Jahr wieder ein guter Besuch sicher. Zeitweise war der Andrang der Familien mit Kindern richtig groß, während zu späterer Stunde sich alles mehr um die Stände mit den heißen Getränken scharte.
Dort hatte auch im wesentlichen das sogenannte Vorglühen stattgefunden, zu dem die Feuerwehr bereits am Freitagabend eingeladen hatte – ein Versuch, dem Markt ein paar neue Impulse zu geben. Ob sie zur Dauereinrichtung werden wird, bleibt allerdings abzuwarten.
Mit bekannten Weihnachtsliedern eröffnete die Feuerwehrkapelle das Geschehen rund um den schon vor Tagen aufgestellten Weihnachtsbaum. „Da ist der Weihnachtsmann“, flüsterte ein kleines Mädchen seiner Mutter zu, das unter den Musikanten einen Mann mit roter Mütze entdeckt hatte. Die Mütze allein machte es nicht. Etwas später erschien dann auch der „richtige“ Weihnachtsmann, von großer Statur und mit einem Lächeln im Gesicht, zu dem die Kinder schnell Zutrauen fassten. “Ich sing lieber ein Lied“, meinte ein Größerer unter ihnen, als es mit einem Gedicht nicht so gut voranging. Genügend Süßigkeiten waren für alle da. Hinterher ging es dann noch zum Karussell, das sich unentwegt im hinteren Bereich drehte.
Unterdessen riss der Zustrom entlang der Buden nicht ab. Eine kleine Schlange bildete sich beim Förderverein des Musikzuges, der u.a. selbstgebackene Schmalzkuchen zu bieten hatte sowie die eigene Weihnachts-CD und das Angebot, kostenlos ein Musikinstrument auszuprobieren. Gegenüber beim Heimatverein lagen neben Tüten mit selbstgemahlenem Mehl die „Mühlentropfen“ in unterschiedlichen Flaschengrößen zum Verkauf. Als besondere Idee, nicht nur für den Weihnachtsmarkt, wurde eine Spieluhr mit Kurbel auf einem Holzbrett installiert. Der Text des Liedes, wie könnte es anders sein, „Dat Du min levsten büst“.
Die Gelegenheit, sich mit Lichter- und Türkränzen für die Vorweihnachtszeit zu versorgen war am ersten Adventssonntag noch gut. Das traf auch für das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu, ob es nun als Schmuckstück eine Kette, eine wärmende Patchwork-Decke oder eine Handtasche sein sollte. Dazwischen war auf den Ständen Nahrhaftes zu erhalten, viele Süßigkeiten, Honig aus Wettmar, und diesmal geräucherte Lachsforellen statt Schorses Goldforellen, die es zu Weihnachten wieder gibt.
Ganz am Rande trug ein örtliches Unternehmen mit einer Lichtinstallation zum Marktgeschehen bei: „Wettmar wünscht weiße Weihnachten“.