Wettmarer Schützen weihen Bogen- und Pistolenhalle ein

Ehrennadeln für die Damen Iska Räther, Gisela Wimmer und Gisela Schluckebier. (Foto: Renate Tiffe)
 
Liegend und kniend - zwei junge Schützen üben sich in olympischen Disziplinen. (Foto: Renate Tiffe)

300 Quadratmeter große Schießhalle entstanden

WETTMAR (ti). Mehr als 100 Gäste hatten sich zum „Tag der offenen Tür“ im Wettmarer Schützenhaus eingefunden. Der Schützenverein „Gut Ziel von 1902“ feierte die Einweihung seiner Bogen- und Pistolenhalle. Was lange gedauert hatte - das Bauvorhaben ging bis in die Zeit des Vorgängers des jetzigen Vorsitzenden zurück - ist endlich zu einem Ergebnis gekommen, von dem sich die Gäste durchweg beeindruckt zeigten.
Etwa 300 Quadratmeter ist die neue Schießsporthalle groß. Ca. 30 Meter lang und 10 Meter breit ist sie sozusagen in die Anhöhe hinein gebaut worden, die sich am Ende der Bruchstraße erhebt, wo das Schützenhaus liegt. Fünf Pistolenstände stehen den Schützen jetzt zur Verfügung, zum Präzisions- und Duellschießen. Die Bogen-Seite, mit zwei Ständen ist noch ausbaufähig.
Viele der Gäste staunten nicht schlecht darüber, was sich in den letzten Jahren in den Sportanlagen des Schützenvereins getan hat. Da ist die große Halle mit den 20 Ständen für die Luftdruckwaffen, modern ausgebaut und ausgestattet sind die Zwischenräume - und jetzt die neue Bogen- und Pistolenhalle.
Die lobenden Worte der zahlreichen Ehrengäste wollten kein Ende nehmen. Allen voran die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, die die gute Vereinsgemeinschaft beim Bau der Halle hervorhob. Insgesamt 10.000 Arbeitsstunden seien geleistet worden, hatte der Vereinsvorsitzende Joachim Schluckebier vorher in seiner Begrüßungsrede erwähnt. Von den 170.000 Euro an Gesamtkosten mussten nur 30.000 Euro finanziert werden. Schluckebier führte aber auch an, dass viel Hilfe von den Vereinen aus dem Dorf gekommen sei, beispielsweise eine Woche lang von der Feuerwehr, als es einmal nicht so recht weitergegangen sei. Auch viele Firmen und Geschäftsleute haben sich mit Geld und Arbeitsleistungen beteiligt. Einen Glücksfall nicht nur für den Verein sondern für das ganze Dorf nannte Ortsbürgermeister Rainer Fredermann die Erweiterung des Schützenhauses. Jörg Heuer, der stellvertretende Stadtbürgermeister, betonte die Bedeutung der Vereine für das Dorfleben und wie wichtig es sei, dass sie auch zusammenarbeiten. Die „Flachgeschenke“ der Gäste waren meist für die Jugendarbeit bestimmt. Um die 50 der insgesamt knapp 200 Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche.
Als „praktisches“ Geschenk hatte der Kreisvorsitzende der Schützenvereine, Werner Bösche, 100 Scheiben für die Pistolenschützen inklusive der 250 Einstecker mitgebracht. „Da könnt Ihr lange damit schießen. Macht was Vernünftiges aus der Halle“, sagte er an den Vorsitzenden gewandt, von dem er meinte, dass er wisse, was er wolle. Bösche, der auch Vorsitzender des Fachverbandes Schießsport im Regionssportbund ist, hatte außerdem einen ganzen Karton mit Ehrennadeln parat für alle diejenigen unter den Vereinsmitgliedern, die sich beim Bauen mit hervorgetan haben. Es waren etwa 25 an der Zahl. Als Erstes gewürdigt die Mitarbeit der Frauen: Iska Räther, die stellvertretende Vorsitzende, Gisela Wimmer, die Damenleiterin, und Gisela Schluckebier wurden mit der Ehrennadel ausgezeichnet.
Nach dem offiziellen Teil brannten die Bogen- und die Schießsportler darauf, ihre Sportgeräte vorzuführen. Sven und Axel Wimmer zeigten, was sie beim Bogenschießen schon gelernt haben. In der großen Schießhalle hatte der stellvertretende Schießsportwart Mirko Stolzenberg Nico Krenn und Lukas Bäßmann antreten lassen zum Liegend- und Kniendschießen, um die höheren sportlichen Ambitionen des Vereins deutlich zu machen.
Bei der Jahreshauptversammlung der Schützen am 28. Januar soll offiziell die Bogensparte gegründet werden.