Wettmarer Grundschule ist eine OGS

Die Schulleitung der OGS Wettmar: (v.l.) Koordinatorin Madlen Partschefeld und Rektorin Sandra Müller Herzfeld. (Foto: Renate Tiffe)
 
Im April wird mit der Fertigstellung des Neubaus gerechnet, der eine Mensa und weitere Betreuungsräume bietet. (Foto: Renate Tiffe)

76 Schüler/innen nehmen das Angebot der Offenen Ganztagsschule wahr

WETTMAR (ti). Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist die Schule in Wettmar eine Offene Ganztagsschule (OGS) mit angeschlossenem Hort.
In der vergangenen Ortsratssitzung präsentierten die Leiterin Sandra Müller-Herzberg und die von der Stadt gestellte Koordinatorin Madlen Partschefeld das neue pädagogische Konzept. Für den 13. Januar kommenden Jahres ist ein Tag der offenen Tür mit einer Ausstellung geplant.
Die Offene Ganztagsgrundschule, bei welcher der Nachmittag in den Schulbetrieb mit einbezogen wird, ist als Gesamtheit zu betrachten. Sie verlangt also ein eigenes pädagogisches Konzept, an dem seit Anfang des Schuljahres gearbeitet wurde.
Ende September hat eine Befragung von 44 Eltern und 44 Schülern stattgefunden, deren Ergebnisse in der Ausstellung dargestellt werden. Neben den acht Lehrkräften, meist in Teilzeit, betreuen im Nachmittagsteam vier pädagogische Fachkräfte die 76 Kinder, die das Ganztagsangebot wahrnehmen.
108 Schülerinnen und Schüler zählt die Wettmarer Schule zur Zeit. Sie wird 1 ½ -zügig geführt, einzügig in der ersten und vierten Klasse, zweizügig in der zweiten und dritten.
In der OGS, von montags bis donnerstags angeboten, dauert ein Schultag normalerweise bis 15.30 Uhr. Bis 17.00 Uhr können die Kinder unter dem gleichen Dach im angeschlossenen Hort verbringen, wenn ihre Eltern nachmittags noch nicht zu Hause sind. Die Anmeldung in der OGS ist bindend.
Sie ist Teil der Schulpflicht und wird stringent gehandhabt, wie beispielsweise die Vorschriften für Arztbesuche, Geburtstage und sonstige Termine besagen. Der Nachmittagsteil schließt das Mittagessen und die Hausaufgabenbetreuung mit ein, die von den Lehrkräften unterstützt wird.
Es ist ein Achtstunden-Tag und länger, also ein voller Arbeitstag,den die Kinder tagtäglich in der Schule verbringen, resümiert Sandra Müller-Herzberg im Gespräch mit den „Burgwedeler Nachrichten“. Das verlange, dass es auch Freiräume geben muss, in denen die Kinder selbstbestimmt entscheiden können, wo sie sich bewegen wollen.
Der großräumige Schulhof bietet bei entsprechendem Wetter viele Möglichkeiten zur Betätigung und zum Toben und auch die Räumlichkeiten im Schulgebäude geben genug Platz her. Erlaubt sind nur Vierer-Gruppen, weil sonst das „Konfliktpotential“ zu hoch sei, meint sie.
Darüber hinaus gibt es die Arbeitsgemeinschaften (AGs), die von den Mädchen und Jungen selbst ausgewählt werden können und die für die dritten und vierten Klassen verpflichtend sind. Die Inhalte können vielfältig sein, sollten aber den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder angepasst werden.
Zur Zeit laufen AGs laufen mit Töpfern, Lesen und zum Thema Pferd. Das Nachmittagsteam ist noch auf der Suche nach Kooperationspartnern aus dem Dorf, die einmal pro Woche für weitere Anregungen sorgen könnten.
Derzeit beschränkt sich der Schulbetrieb auf die vorhandenen Räume in den diversen Gebäudeteilen. Für das Mittagessen, das von der Pestalozzistiftung geliefert wird, ist ein eigener Klassenraum reserviert.
Im April wird mit der Fertigstellung des Neubaus gerechnet, der eine Mensa und weitere Betreuungsräume bringt. Dann werden die Rahmenbedingungen noch schöner und besser sein, freut sich Madlen Partschefeld.