Wettmarer Garagenflohmarkt: Begeisterung auf beiden Seiten

Buntes Treiben am Meitzer Weg an einem großen Gemeinschaftsstand. (Foto: Renate Tiffe)

Rote Luftballons kennzeichneten die 78 Verkaufsstellen

WETTMAR (ti). 78 Stände – das waren elf mehr als im vergangenen Jahr. Und fast überall Begeisterung auf beiden Seiten, sowohl bei den Anbietern als auch bei den Besuchern. Auch der zweite Wettmarer Garagenmarkt war ein voller Erfolg. Die Resonanz sei umwerfend gewesen, sagt Kerstin Winkel, die Initiatorin des neuen Wettmarer Events. Auf jeden Fall werde es auch im nächsten Jahr wieder einen solchen Flohmarkt geben. Das könne gar nicht anders sein.
Anders als sonst war schon kurz vor 10.00 Uhr am Sonntagmorgen überall Bewegung im Ort. Das Wetter war vielversprechend und so hatten sich schon viele auf den Weg gemacht, zu Fuß, per Fahrrad – auch von außerhalb. Die roten Luftballons wiesen zu den Adressen hin. Der Flyer, in dem alle Verkaufsstellen aufgezeichnet waren und die nach Rubriken gegliederten Veröffentlichungen im Internet taten ein Übriges. Die Vorbereitungen waren mit viel Umsicht und auch einiger Professionalität getroffen worden.
Im Grunde seien es noch viel mehr Beteiligte gewesen, meint Kerstin Winkel. Oft hätten sich Nachbarn und Freunde zusammengetan, um einen Stand aufzubauen. An manchen Straßen wie am Meitzer Weg und an der Hauptstraße hatte es regelrecht „Verdichtungen“ gegeben.
Es gab nichts, was es nicht gab. Viele Bücher und Bekleidungsstücke, auch für Kinder waren zu erwerben, Spiele, vor allem auch Computerspiele und Spielzeug, Haushaltsgegenstände und Gartengerät bis hin zum Schredder, Taschen, ganze Sammlungen von Spielzeugautos und besonders gerahmten Bildern, Dekorationsartikel – vieles, was einmal sehr teuer gewesen sein muss und nun abgelebt und abgelegt war – für die Käufer wurde es zum Schnäppchen mit Grund zur Freude. Die Preise waren meist angemessen niedrig. Irgendwann einmal möchte man die Sachen weghaben, sinnierte eine Anbieterin. Und der Junge, der die Gitarre für eine Playstation unbedingt haben wollte, aber nicht genug Geld in der Hosentasche hatte, bekam diese eben für 10 Euro.
Es sei doch viel mehr Aufwand, alles erst einzupacken und woanders damit hinzufahren, meinte ein Wettmarer. Ihm habe der Garagenflohmarkt schon im vorigen Jahr Spaß gebracht. Der Sohn klimperte unterdessen ein bisschen auf der Gitarre „um Kunden anzulocken“.
Mancher Vorplatz oder Vorgarten hatte sich zu einer Art Basar gewandelt. Und das Schönste: Die Käufer konnten in aller Ruhe auswählen. Die Hausbesitzer ihrerseits hatten sich gemütlich vor der Tür niedergelassen. Wann sieht man das schon mal im Ort? Nachbarn kamen dazu und Bekannte aus dem Verein: Hier wohnt Ihr? Oder der Stand wurde gleich als Treffpunkt für Freunde eingerichtet mit Kaffee und Kuchen. Nicht alle Stände lagen nah beieinander – für manche war das auch die Gelegenheit, einmal in Wettmar herumzukommen und Neues zu entdecken.
Kerstin Winkel resümierte, dass genau dies ihre Intention gewesen sei: Spaß für alle und Stärkung der Gemeinschaft im Ort.