Wettmarer Bockwindmühle ist der Hauptanziehungspunkt

Volles Haus zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Mühle vor den Toren Wettmars ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Hannover geworden. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Heimatverein zieht positive Bilanz nach dem Jubiläumsjahr

WETTMAR (bgp). Der Vorstand und die Arbeitskreise hatten auf der Mitgliederversammlung einen positiven Bericht zum Jubiläumsjahr 2015 des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen, Thönse, Wettmar im Gepäck.
Steigende Besucherzahlen und solide Finanzen stellen den Verein auch für die Zukunft auf eine gute Basis. Die Zusammenarbeit der drei Orte des Kirchspiels soll noch weiter ausgebaut werden. Die zahlreichen Veranstaltungen insbesondere zum 20-jährigen Bestehen des Heimatvereins erhöhten den Bekanntheitsgrad auch über die Grenzen der Region Hannover hinaus.
„Es gibt viele Ideen und Projekte, an denen immer weiter gearbeitet wird“, betonte der Vorsitzende Achim Ristenpart und machte damit deutlich, dass es neben Mühle und Müller noch weitere Arbeitskreise im Heimatverein gibt, die sich mit unterschiedlichen Fachgebieten befassen.
Alexander Bock vom Arbeitskreis Bauerngarten freute sich über den Zuwachs von zwei aktiven Damen, die nun im vereinseigenen Garten aktiv mitarbeiten. Der gelernte Gärtner ist dankbar für jede Unterstützung, denn am 7. August 2016 wird der Bauerngarten am „Tag der offenen Pforte“ für Besucher geöffnet. Bis dahin hat das Team noch viel zu tun, um alles für die öffentliche Präsentation herzurichten.
Der Arbeitskreis Naturpfad hatte sowohl Positives als auch Negatives zu berichten. Gerhard Brenneke verwies mit Stolz auf die Beschilderung der Naturpfade im Bereich des Hastbruchs kurz vor Wulfshorst, die von vielen fleißigen Helfern im Sommer stets ausgemäht und gut sichtbar sind.
Am Strubuschweg zwischen Oldhorst und Thönse hingegen seien viele Schilder wiederholt der Zerstörungswut unbekannter Personen zum Opfer gefallen. Daher habe man im Arbeitskreis beschlossen, diesen Bereich aufzugeben. Anlass zur Freude gab es dennoch, Brenneke verwies auf Renate Hoppe, die ihn als Sprecher des Arbeitskreises ablöst, jedoch weiter auf seine Unterstützung bauen kann.
Hoppe hatte bereits die Erfassung heimischer Schmetterlinge initiiert und wird bis zum Mühlentag für die Beschilderung der Pflanzen auf dem Mühlengelände sorgen. Im Arbeitskreis Plattdeutsch wird Gerhard Brenneke sich weiterhin um den Erhalt der Sprache und deren Präsentation in der Öffentlichkeit kümmern.
Felix Bartels zeichnete ein buntes Bild über die verschiedenen Veranstaltungen, insbesondere die 3-tägigen Jubiläumsfeierlichkeiten am Pfingstwochenende hätten sehr viele Besucher mobilisiert. Nach wie vor erfreue sich die Mühle steigender Beliebtheit bei Besuchern und vermehrt auch bei Schülergruppen. Die Ausstellung „Dorfgesichter ... verändern sich“ sei ebenfalls ein gutes „Zugpferd“ gewesen.
Wer die akribisch recherchierte Ausstellung mit alten Dokumenten, neuen und alten Postkarten sowie Fotografien verpasst hat, kann dies nachholen. Im August wird der Heimatverein im Rathaus seine Ausstellung erneut präsentieren.
Dieter Rosin vom Arbeitskreis Geräte und Maschinen freute sich über einen großen Schatz an Exponaten im Bestand, musste jedoch eingestehen, das es mittlerweile an Platz mangele, um alles angemessen präsentieren zu können. Daran werde noch gearbeitet, eine museal geprägte Dauerausstellung sei jedoch auf Grund des Personalmangels nicht möglich.
Der finanzielle Spielraum des Heimatvereins hat sich mit einem Plus von 3.500 Euro verbessert, die Mühle schwebt jedoch als höheres Ausgabenrisiko für anfallende Reparaturen, die nicht von den Mitgliedern geleistet werden können, stets im Raum. Für die rund 8000 Euro teure Reparatur des Kammrades, die in den nächsten Jahren anfallen wird, müssen Rücklagen gebildet werden.
Diese sollen in den nächsten Jahren noch erhöht werden, um für diesen Zweck ein solides Polster zu haben. Einnahmen aus den Verkäufen rund um die Mühle sollten mit steigenden Besucherzahlen analog dazu ebenfalls ansteigen, um die Kosten für einen neuen Müllerkurs aufzufangen.
Neben ausführlichen Berichten standen auch Wahlen auf der Tagesordnung. Achim Ristenpart wurde als erster Vorsitzender wiedergewählt, ebenso wie Felix Bartels als zweiter Vorsitzender. Michael Kranz ist stellvertretender Vorsitzender, Frank Seegers löst Kerstin Margenfeld als Schatzmeister ab, die ihrerseits künftig die Rechnungen des Vereins prüfen wird.
Jürgen Gnörich wird als Stellvertreter des Schatzmeisters arbeiten. Helmut Meyer wird Schriftführer, Hartmut Kitzing wird sich als dessen Stellvertreter um die Pressearbeit und die Gestaltung der Homepage kümmern.