„Wettmar ist der bevorzugte Wohnort für junge Familien“

Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder der Neujahrsempfang der CDU-Wettmar. (Foto: Renate Tiffe)
 
Ernst-Heinrich Köneke wurde „Bürger des Jahres“, die Laudatio hielt Michael Kranz. (Foto: Renate Tiffe)

Ernst-Heinrich Köneke zum „Bürger des Jahres“ gewählt

WETTMAR (ti). Die Tradition der Neujahrsempfänge der CDU Wettmar reicht bis in den Anfang der 1990-er Jahre zurück. Auch wenn derzeit die Christdemokraten in Fuhrberg mit ihrem früheren Termin wie es scheint den Wettmarern den Rang etwas abgelaufen haben, bleibt die Veranstaltung ein gut besuchtes Treffen, das Orientierung gibt, und festliche Züge annimmt, wenn es um die Verleihung des Titels „Bürger der Jahres“ geht.
Wie üblich begann der Parteivorsitzende und stellvertretende Ortsbürgermeister Michael Kranz nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr mit den Erwartungen für 2012. Für Wettmar werden sie das schnelle Internet bringen, für das sich die CDU stark gemacht hat („unser erstes Wahlziel wird erreicht“). Als nächstes will die Partei sich um die Bushaltestellen im Ort kümmern.
Auf die Bundes- und Landesebene begab sich der Landtagsabgeordnete Professor Emil Brockstedt mit seinen Ausführungen. Schon einmal ein Stück Wahlkampf für 2013 vorwegnehmend, strich er die Verdienste der Landesregierung bei den Investitionen für die Bildung und andererseits beim Sparen heraus. Das Thema Wulff schloss er mit der Vermutung ab, dass die Anschuldigungen „weiter und weiter“ gehen werden, dass der Niedersachse aber weiter ein guter Bundespräsident bleibe.

Bericht aus der Region

In seiner Doppelrolle als Regionsabgeordneter und Ortsbürgermeister von Wettmar konnte Rainer Fredermann zunächst positive Nachrichten für Burgwedel vermelden. Die Erweiterung der Parkplätze und der Fahrradunterstellplätze am Bahnhof scheint ebenso sicher zu sein, wie der weitere Ausbau des Krankenhauses mit dem Bettenhaus. Als Abfallpolitischer Sprecher der CDU – einer gewichtigen Position innerhalb der Regionsversammlung - wird Fredermann ein deutliches Wort mit zu reden haben, wenn es um die Neuordnung der Müll-Gebühren bei aha geht. Mit Stolz blickte der Ortsbürgermeister auf das Engagement der Wettmarer beim Internet-Einsatz zurück. Noch nicht viel zu sagen sei zur Güterbahntrasse, gegen die sich ebenfalls viele „konstruktiv“ engagierten, wie er hervorhob.

Investition für die Zukunft

Als eins der wesentlichen Infrastrukturprojekte in Wettmar, bezeichnete die stellvertretende Stadtbürgermeisterin Birgit Diers den Neubau der Krippe an der Kindertagesstätte. Wettmar sei inzwischen zu einem der bevorzugten Wohnorte für junge Familien in Burgwedel geworden, sagte sie. Mit dem Ratsbeschluss für jede Krippengruppe zur Betreuung eine dritte Kraft einzustellen, liege Burgwedel über den gesetzlichen Vorgaben. Sie sei aber überzeugt, dass sich diese Investition für die Zukunft rechne.
Auch auf die künftige Oberschule richtete die CDU-Politikerin ihr Augenmerk. Mit der Differenzierung erst ab Klasse 6 und der anschließenden Förderung leistungsstarker Schüler bis hin zum Abitur nach 13 Jahren sei die Durchlässigkeit im Schulsystem gewährleistet und die Elternwünsche erfüllt meinte sie. Es müsse aber noch vieles in der Praxis ausgestaltet werden. Wichtig war ihr der Hinweis auf die dezentralen Informationsveranstaltungen für die Eltern von Viertklässlern. Die Veranstaltung in Wettmar findet am 26. Januar statt. Nichts sei schlimmer als wichtige Entscheidungen auf Grund von Vorurteilen zu treffen, schloss sie.

Bürger des Jahres

Er war von 1981 bis 2001 Ortsbürgermeister von Wettmar, gehörte dem Gemeinde- und später Stadtrat von dessen Anfang 1974 bis zum Ende der vergangenen Wahlperiode in wesentlichen Ämtern an. Er hat noch viele „Nebenbeis“ bekleidet, vom Vorsitz im Nordhannoverschen Wasserverband den er unlängst abgab, über den Sportverein und den Heimatverein, dessen Mitbegründer er war, bis zum Kirchenvorstand, dem er 37 Jahre angehörte. Natürlich sind dem 76-Jährigen in der langen Zeit viele Ehrungen zuteil geworden. U.a. ist er Ehrenratsherr der Stadt Burgwedel und Träger der Goldenen Ehrennadel der Ortschaft Wettmar. Eine Ehrung stand allerdings noch aus: Beim Neujahrsempfang der CDU in Wettmar wurde Ernst-Heinrich Köneke jetzt als „Bürger des Jahres“ gefeiert.
In der Reihe der „geehrten Ehrenamtlichen“, die seit 1996 besteht, ist damit nach sieben Frauen wieder einmal ein Mann zu Ehren gekommen. Köneke bedankte sich auf seine honorige Art, griff zurück auf wichtige und wenig populäre Entscheidungen in der Vergangenheit:„wir haben immer versucht, gemeinsam für alle das richtige zu tun“. Wobei die Betonung auf „gemeinsam, für den Ort“ lag. Und oft schloss sich eine „heraldische“ Betrachtung an, diesmal über das Niedersachsenross, das nach links galoppiere aber rechts die Vorhand zeige. Typisch für Wettmar sei die Mühle, die nach links dreht, aber von innen rechts gesteuert wird, fügte er hinzu.
Die Bezeichnung vom „Löwen von Wettmar“ war schon in der Laudatio von Michael Kranz vorgekommen. Übrigens seinem eingeheirateten Schwiegersohn. Für ihn hat sich Ernst-Heinrich Köneke fest vorgenommen, ihn von einem Wettmarer zu einem „Wettmaraner“ zu machen. Nur das sind nämlich seiner Auffassung nach die „echten“ Eingesessenen.