Wettmar hat seinen Weihnachtsmarkt wieder

Gleich am Eingang zur Halle hatte die Fußballabteilung des TSV ihren blauen Stand aufgeschlagen. (Foto: Renate Tiffe)
 

Besucheransturm am neuen Standort in der Holzhalle

WETTMAR (ti). Wettmar ohne Weihnachtsmarkt? Das ging gar nicht, meinten viele Bürger, die sich mit dem Ersatz der „Winterjause“ nicht zufrieden geben wollten.
Der Beschluss des Ortsrates stand schon Anfang des Jahres fest: am 1. Advent sollte es wieder einen Markt geben, wenn auch in veränderter Form und nicht mehr auf dem Dorfplatz. Was dann in der nur wenig entfernten Holzhalle mit dem angrenzenden Hofgelände stattfand, übertraf alle Erwartungen. Die Besucher strömten in Scharen herbei.
Es war alles da, was den Wettmarer Weihnachtsmarkt bisher schon ausgemacht hatte. Der Weihnachtsmann und die Klänge der Feuerwehrkapelle dazu das vorweihnachtliche Angebot, das die Aussteller an insgesamt 25 Ständen ausgebreitet hatten. Dekoratives für die Adventszeit, Kerzen und Schmuck für den Weihnachtsbaum waren zu sehen und zu kaufen, aber auch Nahrhaftes, Kekse, Marmeladen und Honig.
Für diejenigen, die es nicht süß mochten, standen der Wettmarer Ziegenhof mit seinen vielen Käsesorten, und draußen „Schorse“ mit seinen Räucherforellen, sowie der Wurststand mit „Mettwurst wie zu Omas Zeiten“ bereit. Gelegenheit, Geschenke für Weihnachten und Nützliches für den Eigenbedarf auszusuchen, gab es ebenfalls genug an den Schmuckständen und bei den Handarbeitsauslagen.
Gleich am Eingang zur Halle hatte die Fußballabteilung des TSV ihren blauen Stand aufgeschlagen, mit Fan-Schals und Lebkuchenherzen. Mit viel Phantasie hatte die Jägerschaft eine „Streichelwiese“ mit Tierfellen für die Kinder aufgebaut. Und an ihrem Stand hinten vor den Holzaufbauten verschenkte die Firma Fortmüller handliche Packungen aus Holzscheiten.
Bei sonnigem Spätherbstwetter verweilten die Besucher auch gern draußen auf dem Hofplatz, wo der Förderverein der Grundschule sich beim Backen von Waffeln und der Heimatverein von Kartoffelpuffern betätigte. Den Grillstand betrieb der TSV Wettmar und den Getränkestand der Schützenverein. Für die aufwendige Stromversorgung hatte die Feuerwehr gesorgt.
Ihren Gemeinderaum hatte die Kirche für die gemütliche Kaffeetafel geöffnet, die ein absolutes Muss beim Wettmarer Weihnachtsmarkt ist. Zuständig für die selbstgebackenen Kuchen war die AWO. Zum vorweihnachtlichen Rahmen dort gehörte auch der Auftritt des Gemischten Chores.
Schirmherr dieses Weihnachtsmarktes war in diesem Jahr der Ortsrat. Er hatte bis Mitte November noch unter der Ägide von Michael Kranz gestanden, der viel für die Wiederbelebung des Marktes getan hatte. Die Voraussetzungen waren insofern gut, als Marcus Fortmüller die Holzhalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Dem Nachfolger im Bürgermeisteramt, Erwin Fette, blieb es überlassen, dankbar zu sein und das Engagement der Ehrenamtlichen zu loben.
Hervorzuheben war zunächst einmal der persönliche Einsatz und die organisatorische Leistung der beiden Ehepaare Hella und Frank Seegers sowie Mandy und Kai Fütterer. Sie haben sozusagen den neuen Weihnachtsmarkt kreiert, im Dorf und für das Dorf. Sie würden es gern weiter tun, sagte Hella Seegers, wenn sich mehr Wettmarer an der Organisation beteiligten, und wenn die Zusammenarbeit mit den Vereinen so gut funktioniere wie dieses Mal.
Die Schirmherrschaft des Ortsrates bedeutet, dass die Vereine, Feuerwehr, Schützenverein, TSV und Heimatverein, anders als sonst den Erlös des Tages öffentlichen Aufgaben zufließen lassen. Über die Verteilung wird demnächst der Ortsrat entscheiden.