Weihnachtslieder erklangen wieder in der Abenddämmerung

Die sechs Instrumentalisten musizierten in der Garage, einem sicheren und vor allem trockenen Plätzchen bei der unsicheren Wetterlage. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Über 50 Teilnehmer bei der Kurrende in Kleinburgwedel

KLEINBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Sonntag, dem vierten Advent, hatte der Kleinburgwedeler Teil der St. Petri-Gemeinde wieder zur Kurrende geladen, zu einem bunt gemischten Chor, der zu einigen Stationen in der Ortschaft geht und kirchliche und weltliche Weihnachtslieder singt.
Die Instrumente bringen die Sängerinnen und Sänger mit, Treffpunkt ist immer im haus der Kirche. An diesem Sonntag war die Beteiligung überdurchschnittlich stark. 52 Teilnehmer begannen am Haus der Kirche, unterwegs schlossen sich noch einige an. Das war ein schöner Erfolg für den Gemeindeausschuss, der jedes Jahr zu dieser Veranstaltung einlädt.
Erste Station war bei den beiden Familien Müller und Duensing im Weidengrund. Die Gastgeber hatten draußen den kleinen Hof und die Garage hübsch dekoriert mit Teelichten in Gläsern, hinten in der Garage verströmte ein elektrischer Kochtopf den unglaublich leckeren Duft von Glühwein, auf einem großen Teller warteten zusätzlich noch Lebkuchen in Massen auf ihren Verzehr.
Pastor Andreas Böger platzierte wegen dieser Verlockungen, wie er sagte, die sechs Instrumentalisten, immerhin waren zwei Gitarristen, zwei Trompeter, Flötenspielerin und ein Akkordeonspieler im Einsatz, zwischen die Sänger draußen und den Verlockungen und dann begannen alle das Adventssingen mit dem Lied „Wie soll ich Dich empfangen?“. Es folgten bekanntere Weihnachtslieder, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit...“ und als erster Höhepunkt wohl eines der schönsten Weihnachtslieder überhaupt: „Tochter Zion“.
Schließlich stärkten sich die Gäste mit Glühwein und Lebkuchen. Nun waren die Müllers und die Duensings keine Neu-Kleinburgwedeler. Man kannte sich offenbar, und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Gespräche in den zwanglosen Runden im wesentlich um das Adventssingen selbst drehten.
Mit dem Wetter an diesem Tag waren die meisten Teilnehmer zufrieden. Aber man erinnerte auch Schneetreiben, richtigen Sturm und Dauerregen, ein oder zweimal, da waren sich nicht alle einig, habe Pastor Böger seinen obligatorischen Bollerwagen durch einen Schlitten ersetzen können, um die Instrumente von Auftrittsort zu Auftrittsort zu transportieren, so hoch habe der Schnee gelegen. Dabei wurde deutlich: Die Kurrende in Kleinburgwedel ist auf dem besten Weg, eine schöne Tradition zu werden.
Anschließend gingen die Sängerinnen und Sänger noch zu Familie Benedek, um auch dort zu singen. Den Abschluss bildete in diesem Jahr eine kleine aber feierliche Andacht auf Kleinburgwedels zentralen Platz vor dem Feuerwehrhaus.