Weihnachtsbasar unter dem Motto St. Paulus trifft Afrika

Die Auswahl ist groß. Gitta Munck beim Sortieren der „Franji Fluttis“. (Foto: Renate Tiffe)

Kreative Runde hat wieder viele schöne Sachen vorbereitet

GROSSBURGWEDEL (ti). „St. Paulus trifft Afrika“. Der Slogan, von Jugendlichen aus Uganda auf ein Stück exotischer Baumrinde gedruckt, kommt nur selten bei Veranstaltungen der katholischen Kirchengemeinde in Großburgwedel zum Vorschein. Beim traditionellen Weihnachtsbasar am Samstag, 28. November, von 15.00 bis 18.00 Uhr im Gemeindehaus wird er aber wieder zu sehen sein.
Er ist der besondere unter den Burgwedeler Weihnachtsmärkten, weil seine Erlöse schon seit mehr als 20 Jahren ausschließlich jenem guten Zweck dienen: der Förderung von afrikanischen Kindern und Jugendlichen durch den Verein Brasilien-und Uganda-Hilfe. Sozusagen das ganze Jahr über treffen sich die Frauen der kreativen Runde regelmäßig, um all die schönen Sachen zu nähen, zu stricken und zu basteln, die wirklich nicht überall zu finden sind. Etwa 30 Frauen sind es, die sich auf verschiedene Gruppen mit jeweils anderen Arbeiten verteilen. Ganz kurz vor dem ersten Advent kommen diejenigen zusammen, die für die Adventskränze und die frischen Weihnachtsgestecke zuständig sind. Zur gleichen Zeit etwa beginnen die Jungen aus der Jugendgruppe mit dem Plätzchenbacken – der männliche Beitrag zum Weihnachtsbasar.
Mit feinen Handarbeiten beschäftigen sich die neun Mitglieder der Textil-Gruppe. Sie haben schöne Kissenbezüge aus altem Leinen genäht, Tischläufer und Sets mit Stickereien versehen, Patchwork-Sterne aus schönen Stoffen sorgfältig zusammengefügt. Auch Teddybären und Weihnachtsmänner sind versammelt. Eine von ihnen sortiert die vielen gestrickten „Franji-Fluttis“, viel attraktiver als normale Schals und auch die Stulpen dazu. Andere sind dabei, jedes einzelne Stück unter dem Logo des Vereins mit Extra-Informationen für die Käufer zu versehen, etwa dass ein T-Shirt mit Logo für das Mädchenprojekt daraus angeschafft werden kann. Spenden nicht unerwünscht.
Ein wenig staunen die Frauen selbst über all die schönen Sachen, die im Laufe des Jahres zusammengekommen sind. Besonders freut sich die Vorsitzende des Vereins, Antonia Heinrich. Sie bricht noch vor der Eröffnung des Basars zu einer Reise nach Uganda auf. Viele Aufgaben warten dort auf sie. Wie soll es mit der Schule weitergehen, wie entwickelt sich das Jugendzentrum und das Mädchenprojekt? Das Patenschaftsprogramm muss weiter gepflegt werden. 200 Patenkinder zählt die Kirchengemeinde zurzeit. Antonia Heinrich ist stolz, dass 85 junge, gut ausgebildete Leute schon selbstständig leben können. Sie wird sich sicher auch mit einigen von ihnen treffen.