Wahlbeteiligung ist sehr unterschiedlich

Die Konfirmandinnen Paulina Lott (links) und Johanna Keller mit Pastor Rainer Henne (links) und Superintendent Holger Grünjes. (Foto: Andrea Hesse)
 
Im Anschluss an den Gottesdienst bildete sich vor dem Wahllokal schnell eine Warteschlange. (Foto: Andrea Hesse)

Kirchenvorstandswahl: 59 Prozent der Gewählten sind Frauen

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (r/bs). Die Mitglieder der Gemeinden im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgwedel haben ihre Kirchenvorstände gewählt: Am Sonntag waren insgesamt 44.225 Wahlberechtigte aus 18 Kirchengemeinden aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 14,48 Prozent von ihnen nutzten diese Möglichkeit; damit lag die Wahlbeteiligung um knapp vier Prozent niedriger als bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2012.
„Natürlich hätten wir uns eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht“, sagt Superintendent Holger Grünjes. „Dennoch sehe ich sehr zuversichtlich in die Zukunft: An den Kandidaturen, in der Vorbereitung der Wahl und am Wahlsonntag hat sich gezeigt, dass sich viele Menschen mit Fantasie, Kreativität, großem Engagement und aus tiefer persönlicher Überzeugung für unsere Kirche engagieren.
Dafür bin ich sehr dankbar.“ Seine Rundreise durch einige Gemeinden am Wahlsonntag nutzte der Superintendent, um mit Wahlhelfern sowie Wählerinnen und Wählern in den Wahllokalen ins Gespräch zu kommen.
Die Wahlbeteiligung in den Gemeinden des Kirchenkreises schwankt zwischen 6,4 und 25,33 Prozent – eine große Spannweite, die unter anderem aus der Bevölkerungsstruktur im jeweiligen Gemeindegebiet, aus der städtischen oder ländlichen Lage und der individuellen Situation in der Gemeinde resultiert. Das Durchschnittsalter der Gewählten liegt in den einzelnen Kirchenvorständen zwischen 42 und 57 Jahren; rund 59 Prozent von ihnen sind Frauen, rund 41 Prozent Männer. 163 Jugendliche unter 16 Jahren gaben ihre Stimme ab; erstmals waren junge Menschen ab 14 Jahren wahlberechtigt.
„Wir kennen die Kandidatinnen und Kandidaten in unserer Gemeinde und wir wählen natürlich diejenigen, die etwas für uns Jugendliche tun“, sagt Florian Schumann aus der Evangelischen Jugend in Kirchhorst. Die 14-jährige Paulina Lott, Konfirmandin in Fuhrberg, freut sich darüber, dass sie in ihrer Kirche mitbestimmen darf: „Wir haben im Konfirmandenunterricht über die Arbeit der Kirchenvorstände und über die Wahl gesprochen. Es ist gut, dass wir nicht warten müssen, bis wir 16
sind, sondern dass wir schon jetzt mitentscheiden dürfen.“ Johanna Keller, ebenfalls Konfirmandin in Fuhrberg, ergänzt: „Hier in Fuhrberg kennt jeder jeden. Wir können also ganz bewusst entscheiden, wen wir wählen – wir kennen die Kandidatinnen und Kandidaten.“
Die gewählten Kirchenvorsteher: St. Petri Burgwedel: Christina Hennig, Rainer Boden, Kristine Weidemann, Thomas König, Birgit Diers, Friederike Fichtner, Jens-Olaf Segatz und Bettina Kamieth.
Ludwig-Harms-Kirchengemeinde Fuhrberg: Petra Gerkens, Annette Hahne, Wiebe Schomaker, Sabrina Hemmann, Beate Meyer Bothling und Marcus Polaschegg.
St. Marcus-Kirchengemeinde Wettmar: Jonas-Christian Kurtze, Michael Kranz, Regina Knips, Hannelore Wolny, Sonja Tiemeyer und Verena Paulus.
Christophorus-Kirchengemeinde Altwarmbüchen: Harald Burghof, Martina Strehler, Silke Wagstyl, Jeanette Osten, Stefanie Schute und Hans-Joachim Müller.
St. Marien-Gemeinde Isernhagen: Gerd Bohnet, Werner Bruncke, Sigrid Herzog, Gudrun Löhdefink, Heike Mühlnikel-Dreyer, Ute Rodehorst und Matthias Müller.
St. Nikolai-Kirchhorst: Bode Berger, Thorsten Kath, Stephanie Marburg, Gerhard Raible, Stephanie Schebesta und Dr. Alexander Schwonberg.