Vortrag im Rathaus: Einbrechern keine Chance geben

Michael Fritsch: "Solche Kunststoffbeschläge am Fenster kann ein Einbrecher in vier Minuten knacken." (Foto: Sina Balkau)

Neue Kontaktbeamtin für Burgwedel stellte sich vor

GROSSBURGWEDEL (sib). Im Sitzungssaal des Rathauses erfuhren die Bürger am vergangenen Donnerstagabend allerlei Wissenswertes über den Schutz vor Einbrüchen. Die CDU Großburgwedel hatte Kriminaloberkommissar Michael Fritsch von der Polizeidirektion Hannover eingeladen, der die Zuhörer darüber informierte, wie sie ihr Haus einbruchsicher machen können. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellte sich Polizeikommissarin Antje Schneider vor, die ab Ende April das Amt der Kontaktbeamtin für Burgwedel übernehmen wird.
Antje Schneider tritt in große Fußstapfen: Rolf Bongartz war viele Jahre Kontaktbeamter in Burgwedel und bei den Bürgern sehr beliebt. Besonders mit Kindern konnte der Polizist hervorragend umgehen. Doch das sollte auch seiner Nachfolgerin nicht schwer fallen, schließlich ist der Umgang mit Kindern das, was sie an der neuen Aufgabe am meisten reizt. Außerdem hat die 45-Jährige selbst zwei Töchter, sieben und zwölf Jahre alt. „Wegen meiner beiden Mädchen arbeite ich auch nur halbtags“; erzählt Antje Schneider. Früher war sie bei der Polizei Hannover, doch seit vier Jahren lebt die Beamtin gemeinsam mit ihrem Ehemann und den Kindern in Isernhagen F.B. und arbeitet auf dem Polizeikommissariat Großburgwedel.
Mit Einbrüchen hatte sie natürlich schon öfter zu tun, aber selbst die gestandene Kommissarin konnte von Michael Fritsch noch so einiges lernen. Der Polizist ist als Berater bei der Technischen Prävention der Polizeidirektion Hannover tätig und informierte die Burgwedeler Bürger kostenlos darüber, wie sie sich vor Einbrüchen schützen können. „Alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Fenster oder eine Tür aufgebrochen“, so Fritsch. Für die Opfer sei die Verletzung der Privatsphäre in den meisten Fällen das Schlimmste.
Dabei gebe es durchaus wirkungsvolle Methoden, Einbrechern das Leben schwer zu machen. Der häufigste Einstieg erfolge durch ein Fenster. „Geübte Einbrecher hebeln Ihnen Ihr Fenster innerhalb von ein paar Minuten mit einem handelsüblichen Schraubendreher aus“, weiß Michael Fritsch. Es sei denn, es handele sich um geprüfte und zertifizierte Fenster. „Da geben die meisten Kriminellen vorher auf“, sagte der Experte und empfahl sie den Anwesenden dringend.
Die Zuhörer nahmen noch viele weitere gute Ratschläge mit nach Hause, zum Beispiel, wie sie sich richtig verhalten, wenn sie einen Einbrecher auf frischer Tat ertappen. „Machen Sie Licht und jede Menge Krach, um den Eindringling zu vertreiben. Spielen Sie aber keinesfalls den Helden und stellen sich ihm in den Weg“, so Fritsch. Viele nützliche Informationen zum Thema Einbruchschutz sind auf der Homepage www.vds.de sowie unter www.lka.niedersachsen.de/praevention/techn_praev/index.php zu finden. Die Technische Beratungsstelle der Polizeidirektion Hannover ist unter 0511/109-1114 zu erreichen. Dort können Termine für kostenlose Beratungen ausgemacht werden.