„Vorletzte Gedanken” in St. Petri

Ralf Grobe ist in Burgwedel nicht unbekannt: er wirkte schon als Solist bei einigen Aufführungen der St. Petri-Kantorei mit. (Foto: Ralf Grobe)

Musikalisch-literarische Reise im Gemeindehaus

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Zum ersten Konzert des neuen Jahres lädt Kreiskantor Christian Conradi am Sonntag, den 28. Januar, um 17.00 Uhr in das St. Petri-Gemeindehaus ein.
Auf dem Programm steht eine „musikalisch-literarische Reise durch die wundersame Welt des Erik Satie“. „Was ziehen Sie vor: Musik oder Wurstwaren?“ Diese ironische Frage nach Kunst oder Kommerz stellte der Komponist Erik Satie vor rund 100 Jahren.
Er hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass eines Tages ausgerechnet eine Versicherung seine „Gymnopédie Nr. 1“ in der Fernsehwerbung verwenden würde. Denn betrachtet man Leben und Werk des kauzigen Franzosen, wird eines schnell klar: Sicher war bei Satie nur die permanente Verunsicherung.
Stets an der Spitze der Avantgarde flüchtete der bettelarme „Monsieur Le Pauvre“ sein Leben lang aus Prinzip vor öffentlicher Anerkennung, Erfolg und Wohlstand. Mit dem musikalisch-literarischen Programm „Vorletzte Gedanken“ führt der Hamburger Sänger und Pianist Ralf Grobe mit Klaviermusik, Liedern und Texten durch die skurrile Welt des Erik Satie.
Ralf Grobe ist in Burgwedel nicht unbekannt: er wirkte schon als Solist bei einigen Aufführungen der St. Petri-Kantorei mit. Wer wissen will, wie man durch Bach-Fugen schlank wird, welche Vorteile der Gebrauch des Motodynamophons dem Phonometrographen bietet und was es mit verdorrten Embryos von Krustentieren auf sich hat, sollte sich diesen unterhaltsamen Abend nicht entgehen lassen.
Der Eintritt ist wie immer in St.Petri frei, um eine Spende wird gebeten.