Von-Alten-Straße soll reine Fußgängerzone werden

Wenn die Von-Alten-Straße reine Fußgängerzone wird, kann der Wochenmarkt weiter stattfinden wie bisher, aber Radfahrer werden ihre Fahrräder dann schieben müssen. Das Schild rechts im Bild, das Fahrradverkehr in beide Richtungen regelt, wird verschwinden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Kraftfahrzeug- und Fahrradverkehr wird ausgeschlossen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag stand das Gestaltungskonzept für die Von-Alten-Straße in Großburgwedel auf der Tagesordnung des Ausschusses für Gebäude, Umwelt und Städtebau.
Hier sollten die Ergebnisse eines extra gebildeten Arbeitskreises vorgestellt werden. Natürlich war das Interesse groß an der Präsentation. Viele Anlieger der Straße und auch Nutzer kamen zur Sitzung, es ging dabei schließlich im Wesentlichen um ihre Zufahrtsrechte.
Grundaussage der Verwaltungsvorlage war, das Gestaltungskonzept für die Von-Alten-Straße sei ein Grobkonzept für die Verkehrsberuhigung dort und müsse die Zufahrtsregelungen für die Anlieger und den Lieferverkehr unmissverständlich regeln. In einer Fußgängerzone dürfe kein Fahrzeugverkehr stattfinden, mit Ausnahme eben von Anliegern, Lieferanten, Einsatzfahrzeugen. Selbst Radfahrer müssen dort ihr Gefährt schieben. Nur Kinder bis zehn Jahren dürfen in einer Fußgängerzone mit dem Fahrrad fahren.
Um diesem Ziel näher zu kommen, müsse zunächst das Schild „Zufahrt auf die Grundstücke und Lieferverkehr frei“ entfernt werden. Damit sei dann die Zufahrt eindeutig für alle Besucher verboten. Für die Kunden ändert sich damit nichts: Sie dürfen auch bei der jetzt geltenden Regelung nicht mit ihrem Fahrzeug in die Von-Alten-Straße hineinfahren. Für Gewerbetreibende sei sie frei mit Ausnahmegenehmigung der Region Hannover.
Auch Fahrzeuge von Fahrern mit Schwerbehinderten-Ausweis dürften nur zu den Lieferzeiten die Straße befahren. Die Lieferzeiten müssten allerdings noch genau definiert werden. Handwerker und Taxis hätten ebenfalls keine grundsätzliche Zufahrtsgenehmigung mehr. Der Wochenmarkt könne aber wie bisher dort stattfinden.
Der Arbeitskreis sprach auf der Basis dieser Überlegungen die Empfehlung aus, keinen Radfahrverkehr in der Von-Alten-Straße zuzulassen, den Lieferverkehr auf den Zeitraum von 6.00 bis 11.00 Uhr festzulegen und die Behindertenparkplätze dort zu entfernen und an die seitlichen Zuwegungen der Straße zu verlegen. Nach einer Phase von zwei Jahren sollen diese Maßnahmen dann darauf überprüft werden, ob sie von der Bevölkerung angenommen werden.
Auch die Infrastruktur in der Straße soll sich verändern: Der Arbeitskreis will Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Kommunizieren aufstellen, die Spielgeräte neben der Bücherei stärker in die Von-Alten-Straße integrieren, dort vielleicht auch einen „offenen Bücherschrank“ platzieren und die Blumenkübel und die Bepflanzungen verbessern. Auch die vielen Poller, die dort als Begrenzungen stehen, sollen verschwinden. Werde dieses Ergebnis des Arbeitskreises beschlossen, könne mit dem Umbau im März 2014 begonnen werden.
Der Ausschuss fasste an diesem Abend aber keinen Beschluss. Er verwies die Verwaltungsvorlage zurück in die Fraktionen. Grund dafür war ein postalisches Problem: Wegen eines verkehrten Verteilungsschlüssels hatten nicht alle Ratsmitglieder die Vorlage erhalten. Nun soll der Beschluss im Januar gefasst werden.