Volles Programm beim CDU – Neujahrsempfang in Wettmar

Eine Ehrung der besonderen Art am Ende des CDU-Neujahrsempfangs: Thea Wattenberg wurde für ihre 30-jährige Tätigkeit als Kassenwartin ausgezeichnet. (Foto: Renate Tiffe)

Fakten, Zahlen und Vorausschau aus Sicht der Partei

Wettmar (ti). Wer in Zeiten der großen Wirtschaftskrise etwas erfahren wollte zur Lage im Land, in der Stadt und im Ort war beim Neujahrsempfang der Wettmarer CDU richtig. Im mehr als vollen Saal des Dorfgemeinschaftshauses berichteten die Mandatsträger von den verschiedenen politischen Ebenen (außer Region) aus ihrer Tätigkeit. Und: noch einmal „brüllte der Wettmarer Löwe“.
Als durchwachsen schilderte der Landtagsabgeordnete Professor Emil Brockstedt die Situation in Niedersachsen, wo die Weltwirtschaftskrise noch nicht ganz angekommen ist. Sowohl im Land wie im Bund stelle die CDU die Regierung. Brockstedt widersprach zum wiederholten Mal dem SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte, der für Burgwedel große Steuerausfälle durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vorausgesagt hatte.
Die Gelegenheit zur Standortbestimmung nutzte Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt mit vielen Zahlen. So werden sich die Einnahmeausfälle aus der Gewerbesteuer (- 30 Prozent) und der Einkommenssteuer (- 10 Prozent) bis 2013 auf 13,7 Millionen Euro belaufen. Dazu kommen die Erhöhungen bei der Regionsumlage und beim Landes-Finanzausgleich. Hohe Steigerungen sind bei den Personalausgaben zu erwarten, da Burgwedel die Kinderbetreuung massiv ausgebaut hat. Ab August werde es 130 Krippenplätze geben. Damit erfülle die Stadt schon 2010 den Rechtsanspruch, der für 2013 für 35 Prozent der Kinder gefordert wird. Ein Krippenplatz kostet die Kommune einen Nettozuschuss von 430 Euro pro Monat. Alle Ortsteile (außer Oldhorst) verfügen demnächst über eine Krippe. Wettmar mit seiner ausgebauten Kindertagesstätte und der kommenden Krippe profitiere maßgeblich von den neuen Einrichtungen. Sparen will die Stadt, indem sie Investitionsvorhaben auf Eis legt, oder ganz streicht.
Die Entwicklung in Wettmar stellte Ortsbürgermeister Rainer Fredermann positiv dar. Abgesehen von der Kinderbetreuung , die bald von der Krippe bis zur Grundschule reiche, inklusive dem Jugendraum, wies er auf die gute Infrastruktur hin. „Wir haben alles rundum“ – bis auf den lange geplanten Verbrauchermarkt. Das Thema solle noch einmal im Planungsausschuss behandelt und bei der Ratssitzung vor Ostern abgeschlossen werden. Ernst-Heinrich Köneke, langjähriger Wettmarer Ortsbürgermeister und Ratsherr der Stadt, der bei einer Ehrung vor kurzem „der Löwe von Wettmar“ genannt wurde, gab Erläuterungen zur Bedeutung des Wappentieres und zu seiner Biographie. „Ich werde erst dann aufhören“, rief er aus, „wenn der Vollsortimenter im Dorf da ist“.
Andere Voraussagen machte der Wettmarer Parteivorsitzende Dr. Thorsten Ottlewski. Er gab das Jahresprogramm mit diversen Veranstaltungen bekannt, zu denen auch ein Open-air- Konzert und eine Weihnachtswanderung gehören sollen. In ihrem Konzept zur Weiterentwicklung werde die CDU ihr Augenmerk besonders auf die Jugendlichen richten. Die Mandatsträger sollen dabei als Mentoren eingebunden werden und als direkte Ansprechpartner dienen.