Volkslauf: 364 Läuferinnen und Läufer kamen ins Ziel

Erstes Rennen beim 13. Volkslauf in Großburgwedel: Auf den Start folgte eine lange Gerade, auf der sich das Feld der Mädchen schnell auseinander zog. Die Strecke führte rund um das Schulzentrum zurück zur Sporthalle Auf der Ramhorst. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Auch diese beiden noch sehr kleinen Läufer erreichten mit Unterstützung ihrer Väter das Ziel. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Europameister Thomas Ruminski siegte über 10 Kilometer

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Samstag hatte der Laufclub Burgwedel zu seinem 13. Burgwedeler Volkslauf geladen. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Event aus kleinen Anfängen schnell zu einem festen Termin auf dem Kalender der Läuferinnen und Läufer weit über den Bereich der Region Hannover entwickelt.
In den kommenden Jahren wird sich dieser Volkslauf sicherlich zu einem sportlichen Großereignis etablieren. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Am Samstag jedenfalls herrschten beste Bedingungen: Das Wetter war bestens geeignet für Frischluftsport: Ein paar Wolken, meistens aber Sonne pur und Temperaturen um 24 °C.
Drei feste Regeln gibt es im Verein: 1. gelaufen wird bei jedem Wetter., 2. der Lauftreff fällt nie aus und 3. jeder Feiertag ist auch Lauftrefftag! So einfach geht das. Am Samstag konnte der Laufclub auf ein großes Potential an freiwilligen Helfern zurückgreifen, denn erfahrungsgemäß müssen nicht nur das Anmeldeprocedere für ein paar hundert Läuferinnen und Läufer bewältigt werden, auch muss Ordnung herrschen auf den Zufahrten.
Jeder Teilnehmer hat das natürliche Bestreben, sein Fahrzeug möglichst nahe an die Sporthalle Auf der Ramhorst zu parken. Freundliche Ordner bewältigten diese Aufgabe mit Geschick. Am Ende waren die Parkplätze bis zum FC Burgwedel hin besetzt. Alles weitere lief ab nach Zeitplan: Die ersten beiden Rennen, weibliche und männliche Jugendliche starteten an der Sporthalle. Die Strecke von 1,4 Kilometern führte einmal rund um das Schulzentrum. Zunächst begannen die Mädchen, stolze 110 Teilnehmerinnen. Das war schon beinahe das sportliche Großereignis, denn am Start jubelten ihnen einige hundert Zuschauer, meistens Eltern oder andere Läufer, die erst später an der Reihe waren zu.
Sehr diszipliniert verlief dieser erste Start. Pech hatte nur ein Mädchen, das links außen im vorderen Feld lief. Es stolperte an der Bordsteinkante, am linken Knie floss etwas Blut, an den Wangen liefen die Tränen. Es schienen aber eher Zornes- als Schmerzenstränen zu sein: Sie wischte sich mit dem Trikot einmal die Wangen trocken, und dann ging die Post ab. Sie kam ins Ziel und strahlte.
Das Feld der Jungen war nur gut halb so stark wie das der jungen Damen: 63 Teilnehmer standen am Start. Auch hier starke Aufmunterungen für den läuferischen Nachwuchs. Schnell flitzten die Jungs über die Strecke.
Als das Feld vorüber war, folgten zwei Väter mit ihren Sprösslingen an der Hand. Die Jungens waren so etwa vier Jahre alt. Als einer der Jungen sich von seinem Vater löste, fiel er hin. Kein Blut am Knie, aber es tat weh, sagte er. Der Papa wußte Rat: „Krempele Dir Deine Hose runter, dann ist es nicht so schlimm, wenn Du fällst“. Gesagt, getan auch diese vier erreichten das Ziel.
Die anderen rannten über 10 Kilometer und über 5,75 Kilometer starteten wie immer im Feld am Weg zum Trakehnerhof Neu Rodenthal. 121 Sportlerinnen und Sportler hatten sich für die 10-Kilometer Strecke gemeldet. Hier siegte Iris Jeep von Hannover 96 bei den Frauen. Bei den Männern gewann der amtierende Europameister Thomas Ruminski vom SVE Hiddestorf. Auf der Strecke über 5,75 Kilometer hatte Kerstin Lopatta aus Wennigsen die Nase vorn. Fünfte wurde Theresa Reisch vom Laufclub Burgwedel. Bei den Männern siegte Frank Weißgerber von Dets Race Team. Kenny Klingenberg von der TSG Großburgwedel wurde Dritter. Bei den Nordic-Walkern über die gleiche Strecke siegte Monika Montag aus Hannover. Karin Obermann vom Laufclub Burgwedel war Beste in ihrer Altersklasse.