Viel Prominenz beim 40. Geburtstag der CDU Isernhagen

Stelldichein der Prominenten, immer wieder von händeschüttelnden Bürgern unterbrochen (v.l.): Hendrik Hoppenstedt, Monika Hohlmeier, Burghard Balz, Arpad Bogya, Burkhard Kinder und Axel Brockmann. (Foto: Renate Tiffe)

Große Open-Air-Feier auf dem Rathausplatz in Altwarmbüchen

ALTWARMBÜCHEN (ti). Der Gemeindeverband der CDU in Isernhagen hatte sozusagen alles auf eine Karte gesetzt und die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Partei mit den Erfordernissen aller drei Wahlen verbunden, die am 25. Mai für die Bürger anstehen.
Und die Karte zog. Es war ein selten gelungenes Fest mit viel Prominenz, das nicht nur viele Parteimitglieder auf den Rathausplatz zog. Stargast des Abends war zweifellos die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, Tochter der CSU-Legende Franz Josef Strauß.
Gelegenheit zur Vorstellung hatten die drei Kandidaten für die Ämter des Isernhagener Bürgermeisters und des Regionspräsidenten wie auch des Europaabgeordneten. Für Arpad Bogya war es ein Heimspiel, das er mit sichtlicher Freude genoss.
Auch Axel Brockmann, CDU-Aspirant für die Spitze der Region, sah insgesamt die Stimmung für seine Partei wachsen. Noch immer fehle die Identifikation der Bürger mit der Region, meinte er. Dafür seien jedoch die Defizite in Bereichen, die er aufzählte, gravierend. Insbesondere forderte Brockmann endlich auch eine eindeutige Stellungnahme der Region zur Stromtrasse Süd-Link.
Relativ einfach mit seinen politischen Äußerungen hatte es der Europaabgeordnete Burkhard Balz, der allein durch seine imponierende Statur bestach. Er hatte vor 24 Jahren den Landtagswahlkampf für den Isernhagener Dr. Ulrich Schneider mit bestritten und kannte sich ein wenig aus.
Über seine Verdienste im Europa-Parlament zu sprechen, konnte er getrost seiner Kollegin Monika Hohlmeier überlassen. Da die Übertragung des Fußballspiels Bayern München gegen Real Madrid bevorstand, fielen ihre Äußerungen kurz und prägnant aus. Sie hob die Rolle des Finanzfachmannes Balz als Ausschussmitglied bei den Verhandlungen in der EU-Finanzkrise hervor, bei denen es nach wie vor darauf ankommt, dass nicht alles in einen gemeinsamen Schuldentopf geworfen wird.
Europa könne nichts werden, wenn nicht zuerst jedes Land bei den Finanzen für sich selber sorge, merkte die CSU-Politikerin an. Im übrigen hatte sie ein einfaches Rezept für das Vorgehen in der Politik. Großes müsse groß und Kleines klein reguliert werden.
Die Olivenölkännchen gehörten nun einmal nicht auf die Europaebene. Die öffentliche Daseinsvorsorge müsse dagegen vor Ort geschehen, wozu sie der Region einen „gescheiten Präsidenten“ wünschte. Europa sei dagegen für die Rahmenbedingungen zuständig und für das große Ganze. Ein Blick auf die Ukraine zeigte, was dies bedeutet.
Zu einer Geburtstagsfeier werden viele Gäste eingeladen. Der CDU-Vorsitzende Burkhard Kinder konnte neben dem Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt und seiner Vorgängerin Monika Brüning auch die gesamte lokale Prominenz der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister, der Vertretungen aus Rat und Institutionen begrüßen.
Kinder verwies auf die 40 Jahre Politik für Isernhagen, die von großer Kontinuität geprägt seien. So habe es mit Friedrich Thies, Klaus-Dieter Mukrasch und Arpad Bogya nur drei Bürgermeister in dieser Zeit gegeben. Eine Dia-Schau erinnerte an viele lokale Ereignisse in den vergangenen 40 Jahren.
Vor lauter Händeschütteln mit der Prominenz kamen diejenigen fast ein wenig zu kurz, die 1974 im Jahr, das auch die Gebietsreform für Isernhagen gebracht hatte, die Zügel in die Hand genommen hatten. Am Tisch der Ehrengäste verfolgten die christdemokratischen Urgesteine Klaus-Dieter Mukrasch, Werner Weiß und Hubert Kampers mit der Abgeklärtheit des Alters das trubelige Geschehen auf dem Rathausplatz.
Weiß, ehemals auch Landtagsabgeordneter der CDU, gehört der Partei seit 68 Jahren an. Kampers war von 1974 bis 1991 Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. In seine Zeit fielen die Entstehung des Gewerbegebiets an der Opelstraße und des Altwarmbüchener Sees.