Verein „Brasilien- und Uganda-Hilfe“ besteht 20 Jahre

Antonia Heinrich und Konrad M. Gut freuen sich auf die festlichen Tage zum 20-jährigen Bestehen der “Brasilien- und Uganda-Hilfe“ der katholischen St. Paulus-Gemeinde. (Foto: Renate Tiffe)

Katholische St.Paulus-Kirchengemeinde feiert ihren Einsatz in Afrika

GROSSBURGWEDEL (ti). In der katholischen St. Paulus-Kirchengemeinde werden die Tage vom 27. November bis zum 1. Dezember festlich begangen. Die „Brasilien- und Uganda-Hilfe“ besteht 20 Jahre – ein Anlass, miteinander zurückzublicken, auf das, was alles erreicht werden konnte, und auf das zu schauen, was in der Gegenwart wichtig ist.
Ein Sprichwort aus Uganda sagt: „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt“. Unter dieses Motto stellt der Verein die festlichen Tage in der nächsten Woche. Sie beginnen am Mittwoch mit einer Begegnung mit Beatrice Lubega, die die Programme und Projekte des Vereins in Kampala engagiert betreut. Dazu sind die Paten und alle Interessierten ab 15.00 Uhr in der St. Paulus-Kirche eingeladen. Die Ausstellung über die Entwicklung und Projekte des Vereins wird eröffnet.
Am Samstag steht der seit vielen Jahren in Burgwedel geschätzte Adventsbasar der Kirchengemeinde ganz im Zeichen Afrikas. Verkaufsbeginn ist um 14.00 Uhr. Die Ausstellung wird zu besichtigen sein. Gezeigt werden erstmalig auch die beiden Patchwork-Wandteppiche, einmalig schöne Stücke, die aus afrikanischen Stoffen gearbeitet wurden. Sie sind der Hauptpreis einer Verlosung, für die schon ab Sonntag Lose verkauft werden (Preis 2,50 Euro).
Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Festgottesdienst am Sonntag, 1. Dezember, sein. Ein Empfang schließt sich an, an dem die Gewinner der Hauptpreise ermittelt werden.
Im Festkonzert in der St.Paulus-Kirche am Sonntag um 17.00 Uhr bringt ein Ensemble der Musikhochschule u.a. Werke von Schumann, Saint-Saens, Dvorak und Mozart zu Gehör. Das Benefizkonzert ist sozusagen ein Geschenk von Ensemblemitglied Julia Butte-Wendt. Die Burgwedelerin, Klavier- und Fagottpädagogin, ist dem Verein von seinen Anfängen her verbunden. Eine umfangreiche Festschrift führt in die Werke und ihre Interpreten ein. Der Eintritt für das Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Schirmherrschaft hat Dr. Hendrik Hoppenstedt (MdB) übernommen.
Die Gründung eines eigenen „Vereins Brasilien- und Uganda-Hilfe“ erschien 1993 mit Zustimmung der Kirche angeraten, auch um Verbindungen mit staatlichen und anderen Institutionen aufnehmen zu können. Bereits zehn Jahre vorher hatte die Kirchengemeinde begonnen, sich bei Projekten für die Dritte Welt zu engagieren. Ziel des Vereins war es von Beginn an, jungen Menschen die Möglichkeit zu schaffen, ein gesundes Leben in Eigenverantwortung und finanzieller Unabhängigkeit zu schaffen.
Vorsitzende der „Brasilien- und Uganda-Hilfe“ ist Antonia Heinrich, nachdem der Motor des Vereins und langjährige Vorsitzende Konrad M. Gut ausgeschieden war. „Wir haben über die Gemeinde hinausgedacht“, sagt Gut. Der Schwerpunkt des Einsatzes ist in den letzten Jahren dank der Kontakte zu Pater Wolfgang Schonecke mehr und mehr auf Uganda verlegt worden.
Größtes Projekt und Stolz des Vereins ist das Jugendzentrum, das 2010 eröffnet werden konnte. Das Haus ist Heimat und Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen, berichtet Antonia Heinrich. Für die 200 Patenkinder des Vereins gilt das ebenso, wie für Jugendliche ohne Schulbesuchsmöglichkeiten, die dort Aufklärung und Lebensorientierung erfahren. Ein besonderes Mädchenprojekt soll sie als junge Frauen vor Armut und HIV-Infektionen bewahren. Die ersten jungen Menschen aus dem Patenschaftsprojekt verdienen bereits ihr eigenes Geld, freut sich die Vorsitzende.