Unübersehbar: Frischmarkt Fuhrberg entsteht am Ortsrand

Diagonaler Blick durch die Stahlkonstruktion für den neuen Frischmarkt in Fuhrberg. Er lässt die Dimension des Vorhabens deutlich werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Am Montag haben die Mitarbeiter der Baufirma „Wiro Bau“ noch Betonarbeiten erledigt, seit gestern wird gemauert. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Fröhliches Richtfest ist für den 4. September geplant

FUHRBERG (hhs). Wohl nirgendwo anders in der Region Hannover freuen sich die Einwohnerinnen und Einwohner einer Ortschaft so sehr, wenn auf einer benachbarten Baustelle morgens produktive Betriebsamkeit sich ankündigt mit heranfahrenden Baufahrzeugen, ab und an ein paar Hammerschlägen und Radladern, die für Ordnung sorgen im Umfeld der Baustelle.
Für die Bewohner der Ortschaft Fuhrberg ist das Musik in ihren Ohren, eine Musik, auf die sie beinahe sechs Monate gewartet haben, die ihnen ankündigt: „Der Frischmarkt in Fuhrberg kommt! Im Klartext: Die Baugenehmigung der Region Hannover liegt vor. Es wird gebaut mit Hochdruck. Richtfest ist in knapp drei Wochen am 4. September.
Wenn Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer in den vergangenen Monaten darauf angesprochen wurde, warum es denn noch nicht losgegangen sei mit dem Bau des Frischmarkts, dann wurde er an Hals und unterm Kinn so ganz leicht rot, seine sonst ausgesprochen freundlich dreinschauenden Augen verschmälerten sich etwas und an den Schläfen waren kleine Zornesäderchen beim Anschwellen zu beobachten.
Doch meistens blieb er ruhig: Die Region Hannover könne den Bauantrag nicht genehmigen, weil noch ein Brandschutzgutachten für den Neubau fehle, versuchte er es zu erklären. Aber, so fuhr er meistens fort: „Ich verstehe es auch nicht. Unser Markt ist vollkommen baugleich mit dem Frischmarkt in Resse. Unsere Baugenehmigung entspricht in allen Einzelheiten der des Resser Markts. Wir mussten dennoch zusätzlich ein externes Brandschutzgutachten beibringen...“.
Er schüttelt mit dem Kopf und mag gar nicht mehr daran denken, was alles die Region Hannover an Erschwernissen für einen rechtzeitigen Baubeginn geschaffen habe und was das der Betreibergesellschaft für zusätzliches Geld gekostet hat. „Allein die ausgesprochen aufwändige Ampelanlage hat uns nicht nur ein paar Tausend Euro mehr gekostet, leider auch Zeitverzug“. Und ein Blitzableiter sei auch noch oben drauf gekommen. Eine Verbesserung läge ihm selbst noch sehr am Herzen: eine Ringberegnung, mit der die auf dem Gelände zu pflanzenden Bäume und Beete problemlos bewässert werden können“.
In den vergangenen Wochen nach Erteilung der Genehmigung wurde zunächst die Grube für das Fundament des knapp 1.000 Quadratmeter großen Hallenbaus ausgeschoben. Dann verlegten die Handwerker die Ver- und Entsorgungsleitungen. Schließlich wurde die Platte gegossen. „Gut 350 Kubikmeter Beton haben wir darin verarbeitet“, freute sich ein Mitarbeiter der ausführenden Firma Wiro-Bau im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Dann musste der Beton ein paar Tage richtig aushärten, ehe das Skelett des neuen Frischmarkts in Fuhrberg, die Stahlkonstruktion, die alles trägt, aufgestellt werden konnte. „Ab Montag wird weiter gebaut“, freute sich Heiner Neddermeyer. „Die Zwischenräume zwischen den Stahlständern werden zugemauert. Ich denke, damit werden die Handwerker am Dienstag beginnen“. Am Montag waren zunächst noch Betonarbeiten zu leisten: Die Stahlständer wurden fest eingegossen und im hinteren Bereich des Markts wurde noch eine Platte gegossen.
„Wie geht es nun weiter?“, diese Frage wird in Fuhrberg häufig gestellt. Gegenwärtig ragt die Stahlkonstruktion unübersehbar in den Himmel. Wer sich in darin in eine Ecke stellt und diagonal durch den imaginären Raum schaut, der wird schon einen Eindruck erhalten darüber, was hier entstehen wird. Nächster Termin, den sich alle interessierten Fuhrberger und auch alle Kommanditisten dieses gemeinschaftlichen Bauvorhabens im Kalender vormerken sollten, ist Dienstag, der 4. September. An diesem Tag soll das Richtfest für den neuen Fuhrberger Frischmarkt stattfinden. In diesem Zusammenhang ein wichtiger Hinweis an die Kommanditisten des Projekts: An sie ergeht keine besondere schriftliche Einladung mehr als diese Bekanntmachung. „Wir haben uns entschlossen, keine weitere Einladung zu verschicken. Schließlich kostet allein das Porto eine Menge Geld, das wir sicherlich anderweitig benötigen werden“, begründete Heiner Neddermeyer diese Entscheidung im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Unsere Kommanditisten sind eingeladen zum Richtfest und alle Interessierten, und es wird so etwas wie eine kleine Vorstellung des zukünftigen Marktes geben“, verspricht er.
Das heißt nichts anderes, als dass sich alle Anbieter bei dieser Gelegenheit vorstellen werden, die auch später in dem neuen Fuhrberger Frischmarkt präsent sein werden: Das sind zunächst der Betreiber des Frischmarkts selbst, Torsten Pagel, dann die Bäckerei Rehbock und die Fleischerei Grimsehl sowie der in Fuhrberg allseits bekannte Ihmat, Inhaber von „Leos Grill“, der an diesem Tag für die entsprechenden Getränke sorgen wird. Beginn des Richtfestes ist um 17.00 Uhr.
Mit dem Richtfest am 4. September geht der Bau des Frischmarkts Fuhrberg dann in seine letzte Phase. Das Marktgebäude muss komplettiert und innen ausgebaut werden, der zukünftige Parkplatz will gepflastert und die Zufahrt muss gebaut werden. „Am 10. Oktober haben wir die Eigentümer-Versammlung geplant“, kündigte Heiner Neddermeyer es an, „und am 15. November wollen wir alle gemeinsam den Frischmarkt in Fuhrberg eröffnen."