Ungewöhnliche Sportgeräte für die Grundschule Großburgwedel

Leerlauf gab es nicht. Wer auf seinen ersten Einsatz am „Low-T-Ball“ etwas warten musste, konnte die neuen Schläger und Bälle ausprobieren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Förderverein finanzierte drei „Low-T-Ball“-Geräte für Tennistraining

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die Grundschule Großburgwedel hat ihre Schülerinnen und Schülern am frühen Mittwochmorgen drei neue Sportgeräte ausprobieren lassen, die der Förderverein der Grundschule finanziert hat.
Es handelt sich dabei um sogenannte „Low-T-Ball“-Geräte, die der Frühförderung des Tennis dienen. Sie sind aus Holz, dazu gehören je zwei Schläger, dem bekannten Tennisschläger ähnlich, und ein Ball. Der ist etwa so groß wie ein Handball, allerdings federleicht, sodass die Kinder ihn problemlos mit den Schlägern schlagen können.
Die Geräte haben Ähnlichkeit mit der aus der Leichtathletik bekannten Hürde, sie sind nur breiter und etwas höher. Die beiden Ständer links und rechts stehen auf langen Wangenhölzern, breiten Brettern, auf dem Boden und funktionieren beim Spielen wie Banden. Die Kinder sollen den Ball unter dem oberen Holz hindurch spielen, immer nur mit einem Schlag, die Banden links und rechts dürfen genutzt werden. Spielt der Gegenspieler den Ball außerhalb des Feldes zurück, dann bekommt der Gegner einen Punkt.
Nachdem Annett Boer, Fachleiterin Sport der Grundschule, die Regeln kurz erklärt hatte, ging es los: Ruckzuck handhabten alle den Schläger so, wie es beim „Low-T-Ball“ sein soll: In gebückter Haltung den Ball mit ein- oder beidhändiger Rückhand spielen.
Da der Förderverein obendrein noch für weitere Schläger und Bälle gesorgt hatte, mussten sich auch die Kinder nicht langweilen, die noch nicht gleich an die Reihe kamen. Maike Gronemeier vom Förderverein der Grundschule Großburgwedel erzählte, das Geld für die drei Geräte sei bei vielen Gelegenheiten vom Förderverein gesammelt worden, bei Flohmärkten über den Verkauf von Kaffee und Kuchen und über Spenden.
Annett Böer bedankte sich herzlich beim Förderverein für diese Neuanschaffungen. Die Grundschule Großburgwedel führe dreimal im Jahr Tenniswochen durch in Kooperation mit dem Tennisverein. Der habe in der Vergangenheit auch immer für die entsprechenden kindgerechten Geräte gesorgt. „Jetzt können wir hier häufiger für die Tenniswochen üben“, freute sie sich. Die neuen Geräte seien ganz einfach zu handhaben und kinderleicht aufzustellen.
Maike Gronemeier erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass gegenwärtig eine Wette gegen den Förderverein in Großburgwedel laufe und appellierte an die Grundschuleltern, dem Förderverein beim Gewinnen der Wette zu helfen. Das Netzwerk Burgwedel und Burgwedeler Geschäftsleute hatten den Förderverein zu folgender Wette aufgerufen: Wenn der Förderverein es bis zum 13. Dezember schafft, Spenden in einer Gesamthöhe von 1.000 Euro von den Eltern der Grundschüler zu sammeln, dann legen die Initiatoren noch einmal 1.000 Euro obendrauf.
Maike Gronemeier ist recht zuversichtlich, dass dies dem Förderverein gelingen wird. „Das sind nur, wenn man es umrechnet, 2,75 Euro pro Kind, und es müsste zu schaffen sein“, sagte sie im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. „Die Eltern können ihre Spende in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Förderverein“ über die Klassenlehrerin abgeben oder überweisen an den Förderverein der Grundschule Großburgwedel, Hannoversche Volksbank, Blz: 25090001, Konto: 13630101 mit dem Kennwort „Wette“. Ab zehn Euro gibt es eine Spendenquittung.