Umgestürzte Bäume hielten die Feuerwehren in Atem

In der Langen Straße in Fuhrberg mussten die Fuhrberger Kameraden einen gestürzten Baum von der Fahrbahn entfernen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Auf Mike folgt Niklas: landesweite schwere Sturmlage

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Von Sonntag bis Montag hat das Sturmtief Mike für einige Aufregung gesorgt. Bäume fielen um, Dachpfannen kamen von den Dächern, was nicht richtig befestigt war, geriet in Bewegung.
Am späten Montag war Mike von dannen gezogen, doch der Nachfolger Niklas folgte ihm auf dem Fuß: Es droht eine landesweite, schwere Sturmlage, warnten die Wetterdienste im Vorfeld, das neue Tiefdruckgebiet habe viel mehr Kraft als Mike, an die ganz großen Stürme wie 2007 Kyrill, der verheerende Schäden in ganz Deutschland angerichtet hatte, käme Niklas aber nicht heran. Dennoch gebe es keinen Grund, Niklas zu unterschätzen.
Die Ortsfeuerwehren in Burgwedel und Isernhagen hatten schon mit Mike recht gut zu tun: Zu drei Einsätzen musste die Feuerwehr in Großburgwedel in der Nacht zu Montag ausrücken. Um 1.24 Uhr begann es mit einem umgestürzten Baum „Im Mitteldorf“, es folgte ein umgestürzter Bauzaun in der Dammstraße nur 20 Minuten später und morgens um 6.44 Uhr eine umgestürzte Tanne, die den Entenfang blockierte.
Auch die Ortsfeuerwehr Fuhrberg hatte drei Einsätze: In der Nacht auf Montag gegen Mitternacht wurde die Wehr alarmiert, weil ein umgestürzter Baum in der Gemarkung den Wirtschaftsweg „Kahlsweg“ weitab von der Ortschaft blockierte. Hier wunderten sich die Kameraden darüber, warum sie zu dieser Zeit zu diesem Einsatz gerufen wurden. Immerhin ist dieser Weg für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Kaum hatten die Fuhrberger ihre Einsatzfahrzeuge wieder in der Halle, folgte der nächste Einsatz: Ein Baum in der „Langen Straße“ war gefallen und musste zersägt werden. Der dritte Einsatz folgte am Montagnachmittag auf der L 310 Richtung Celle. Ein „Bäumchen“ sei umgefallen, noch nicht einmal auf die Fahrbahn“, ärgerte sich ein Feuerwehrkamerad. Den hätte man auch liegen lassen können.
„Fichte auf Wohnhaus“ lautete der Einsatzbefehl für die Feuerwehr Altwarmbüchen. Eine etwa 15 Meter hohe Fichte war durch eine starke Windböe auf das Dach des Nachbarhauses gestürzt. Einsatzkräfte der Feuerwehren Altwarmbüchen und Hannover entfernten den Baum vom Dach. Verletzt wurde niemand.
Nach Absprache mit dem Hausbesitzer alarmierte der Einsatzleiter die Teleskopmastbühne der Berufsfeuerwehr Hannover zur Einsatzstelle. Der Baum konnte mit der eigenen Drehleiter nicht vom Dach entfernt werden, da die Entfernung zur Straße zu groß war und die Ausladung der Drehleiter zum Erreichen der Baumkrone nicht ausreichte.
Aus dem Korb der TMB heraus entfernten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr die Baumkrone vom Dach, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altwarmbüchen entfernten den Rest des Baumes vom Haus.