Umbau des Klinikums geplant

Anträge müssen noch modifiziert werden

GROSSBURGWEDEL (r/gg). Die Pläne für die zukünftige Aufstellung des KRH Klinikums Ost, mit seinen Standorten in Großburgwedel, Laatzen und Lehrte, werden immer konkreter. Zwar habe der Planungsausschuss des Landes Niedersachen einen Antrag des KRH zum bedarfsangepassten Bettenaufbau vom Anfang des vergangenen Jahres abgelehnt, gleichzeitig aber auch Unterstützung für das Ziel der geplanten Schwerpunktversorgung zur Zukunftssicherung der bedarfsgerechten Versorgung signalisiert. Der vom KRH prognostizierte Mehrbedarf müsse vor Aufnahme in den Landeskrankenhausplan jedoch erst im Betrieb nachgewiesen werden - so die Pressmitteilung des Klinikums. Darüber habe die KRH Geschäftsführung in der vergangenen Woche den KRH Aufsichtsrat informiert und empfohlen, eine entsprechende Modifikation der Anträge vorzunehmen. Als Ergebnis wurde bestätigt: Das Grundkonzept für das KRH Klinikum Ost bleibe bestehen.
Dies beinhaltet die Zusammenfassung der drei Standorte zu einem organisatorischen KRH Klinikum Ost, den Neubau für den Strandort Großburgwedel mit Schwerpunktversorgung und den Aufbau eines geriatrischen Versorgungsschwerpunktes am Standort Lehrte mit einem Erweiterungsbau. Die entsprechenden Antragsunterlagen befinden sich in der Vorbereitung und werden zur kommenden Sitzung des Krankenhausplanungsausschusses des Landes eingereicht. Das bedeutet, dass das bereits entwickelte Raum- und Funktionsprogramm angepasst werden muss. Demnach soll die teleneurologische Stroke Unit am Standort Großburgwedel noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Auch der Aufbau eines Herzkatheterlabors wird in der bestehenden Gebäudestruktur angestrebt.
Es bleibt bei der standortübergreifenden Zentrenbildung, die mehrere Cluster vorsieht, mit Schwerpunktbildungen an den einzelnen Standorten: Orthopädie und Endoprothetik in Laatzen, Altersmedizin am Standort Lehrte; Kardiologie, Viszeralmedizin, Urologie und Frauenheilkunde in Großburgwedel.
Bei den anstehenden Bauvorhaben geht es um Förderbedarf von grob geschätzten 135 Millionen Euro für den Neubau Großburgwedel und etwa 17 Millionen Euro für die baulichen Anpassungen am Standort Lehrte.