Umbau der GS Kleinburgwedel

Auf der rechten Seite Richtung Süden ist ein Flügelbau geplant, in dessen vorderem Teil die Bücherei und separate WC-Räume, dahinter die Mensa mit Funktionsräumen und Büros untergebracht werden sollen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

3,5 Millionen für die Erweiterung der Offenen Ganztagsschule

KLEINBURGWEDEL (bgp). Steigende Schülerzahlen durch den veränderten Schulbezirk mit Kindern aus Großburgwedel und die im vergangenen Jahr eingeführte Ganztagsbetreuung in der Grundschule Kleinburgwedel sollen sich nun in baulichen Maßnahmen niederschlagen.
Rund 3,5 Millionen Euro investiert die Stadt Burgwedel in den Um- und Anbau des alten Gebäudes. Die Architektin der Stadt, Claudia Kröger, erläuterte in der vergangenen Sitzung des Schulausschusses die Baumaßnahmen, welche die Grundschule an moderne Anforderungen und pädagogische Konzepte einer zweizügigen offenen Ganztagsschule anpassen sollen.
Die Planung ist geprägt von einem Anbau, der rechts des Eingangs mit einem Flügel im Winkel vor dem jetzigen Gebäude parallel zum Moorweg entlanggeführt werden soll und durch seinen umschließenden Charakter einen nach Osten geöffneten Innenhof bildet. Der neue Trakt wird mit einer Mensa ausgestattet, die Platz für 60 Kinder bietet.
Ebenso wie in Wettmar wird die Mensa auch außerhalb der Schulzeit als multifunktionaler Raum für die Öffentlichkeit nutzbar und daher mit separat zugänglichen Sanitäreinrichtungen ausgestattet sein. Zwei Horträume und ein Ruheraum werden im Neubau untergebracht sein, ebenso die Bücherei für Kinder und Jugendliche. Außerdem sind Räume für das Erziehungspersonal und Büros geplant.
Um auch auf der Rückseite des Gebäudes anbauen zu können, wird sich das Gesicht des Schulhofes verändern. Ein Trakt wird parallel zum jetzigen Gebäude im Norden angebaut, der im rechten Winkel dazu bestehende Trakt muss dann abgerissen werden. Die bestehenden Horträume in der ehemaligen Hausmeisterwohnung werden zugunsten des großen Anbaus im vorderen Bereich verschwinden.
Die alten Toilettenräume werden ebenfalls abgerissen, allerdings erst, wenn bereits Ersatz im östlichen Bereich der Klassenraumtrakte vorhanden ist. Der Baubeginn für diese Maßnahmen ist für den Sommer nächsten Jahres vorgesehen, danach erfolgt der Anbau des großen Gebäudes mit der Mensa und den verschiedenen Funktionsräumen.
Die Stadt Burgwedel hat bereits 350.000 Euro Honorarkosten eingespart, da sie mit Architektin Claudia Kröger eine Mitarbeiterin aus den eigenen Reihen mit der Planung beauftragt hatte. Auf das von ihr in der Ausschusssitzung vorgestellte Konzept muss nun noch der Ratsbeschluss folgen.
Bevor dieser fällt, wünscht sich Thorsten Rieckenberg (CDU) eine Anhörung des Ortsrates Kleinburgwedel, da der Bau gegenüber vom „Haus der Kirche“ das Gesicht des Ortes maßgeblich verändere. Einig war sich der Schulausschuss per Abstimmung darüber, für die Baumaßnahmen schon einmal 2 Millionen Euro im Haushaltsplan 2018 vorzusehen.