Über 200 Interessenten bei der Fundsachenversteigerung

Die Besucher nutzten die Gelegenheit, vor der Versteigerung die Fahrräder genau in Augenschein zu nehmen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Insgesamt 2071 Euro kommen der Stadtkasse zugute

GROSSBURGWEDEL (hhs). Rekordbeteiligung bei der Fundsachenversteigerung am Donnerstag an der Rathausterrasse: Auf dem Rasen tummelten sich weit mehr als 200 Interessenten für Fahrräder, Kleidung, Spielzeug und Schmuck, alles Dinge, die das vergangene halbe Jahr im Keller des städtischen Fundbüros verbracht haben.
Ehemalige Eigentümer hatten sich für diese Dinge auch nicht gemeldet, also kam jetzt alles unter den Hammer. Nils Kniggendorf von der Stadtverwaltung ist jetzt der „Mann mit dem Hammer“. Er war auch etwas überrascht von der hohen Besucherzahl, zumal es zu Beginn der Veranstaltung etwas vom Himmel tröpfelte.
Kniggendorf klärte seine Besucher anfangs über die Spielregeln auf: Die Mitarbeiter des Fundbüros hätten bei allen Geräten keine Funktionsüberprüfung durchgeführt und das bedeute, dass jeder ein Fahrrad oder eine Uhr ohne Gewähr der Funktionstüchtigkeit erwerben könne. Ein Hinweis, der seine Berechtigung hatte, denn unter den zu versteigernden 61 Rädern befand sich auch ein E-Bike. Hier ging man davon aus, dass dieses Rad heiß umkämpft werden würde. Gesteigert werde in Euroschritten per Handzeichen. Wer den Zuschlag per Hammerschlag erhalte, komme hoch auf die Terrasse, zahle den Betrag in bar und könne dann das Objekt seiner Begierde mit nach Hause nehmen. Was an diesem Nachmittag keinen neuen Besitzer finde, werde zwingend verschrottet.
Den Anfang machte Kniggendorf mit einem Markenfahrrad. Bei diesem Zweirad war zwar ein Reifen platt, es befand sich aber sonst in einem sehr guten Zustand. Schnell ging es in kleinen Schritten an die 30-Euro-Grenze, dann konzentrierte sich das Geschehen auf drei Bieter.
Innerhalb von knapp drei Minuten jubelten sich diese gegenseitig hoch, bis zwei schließlich bei 105 Euro ausstiegen. Ein erfolgreicher Anfang war gemacht.
Am Ende waren es 2071 Euro, die bei der Fundsachenversteigerung für die Stadtkasse Burgwedels erzielt wurden.
Das E-Bike erzielte mit 30 Euro anders als erwartet nicht den höchsten Preis. Diesen zahlte ein Bieter für ein ganz normales Markenfahrrad: Stolze 111 Euro war sein Höchstgebot. Nur ein Fahrrad fand keinen neuen Besitzer und wird nun verschrottet, erklärte Kniggendorf. Sämtliche Kleidungsstücke, den Schmuck und Spielzeug habe er an den Mann oder die Frau bringen können.