TSG bleibt auf Erfolgskurs

TSG-Chef Uli Appel zog eine positive Jahresbilanz. (Foto: Nils Budde)
GROSSBURGWEDEL (r/bs). Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung der Turnerschaft Großburgwedel (TSG) Mitte März im vereinseigenen aktivCenter konnte Vorsitzender Uli Appel in seinem Bericht auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken.
Dies belegte er mit beeindruckenden Zahlen über die stark frequentierten vielfältigen Sportangebote der mit über 2.800 Mitgliedern stärksten Vereinigung in Burgwedel. Dabei betonte Appel, dass dieser Erfolg vor allem auch durch das große ehrenamtliche Engagement der rund 160 Abteilungsleiter und Trainer für die pro Woche rund 100 Kurse und Trainingsgruppen für den Breiten- und Gesundheitssport wie auch für die Spitzen-athleten im Kunstturnen und im Ballsport erreicht werden konnten.
Deshalb sei es an der Zeit und dringend geboten, den seit Jahren pro Monat festgeschriebenen Steuerfreibetrag für qualifizierte Übungsleiter von 200 Euro zu verdoppeln bzw. angemessen zu erhöhen, um auch künftig jüngere sportlich engagierte Menschen für diese wichtige Tätigkeit im Verein begeistern und „bei der Stange halten“ zu können. Denn ein nur immer wieder durchaus ehrlich gemeinter verbaler Dank für dieses Engagement reiche dafür auf Dauer nicht aus.
Unabhängig davon bereite der TSG und ihm als Vorsitzenden die erkennbare Politik der Stadt Burgwedel bei deren genereller Entwicklungsplanung große Sorge. Denn durch den Neubau des Gymnasiums und bauliche Erweiterungen der Pestalozzi-Stiftung würden sich die vorhandenen Sportflächen drastisch verringern. Appel ermahnte deshalb die Kommunalpolitiker, hier keine ersatzlosen Streichungen durchzuführen und dabei die Planung alternativer Sportstätten zu vernachlässigen.
Im Blick auf die Finanzlage des Vereins erläuterte Kassenwart Udo Vogeler, dass im rein operativen Bereich 2017 ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden konnte, dass aber im Hinblick auf mögliche finanzielle Risiken deutlich höhere Rück-stellungen im Vereinshaushalt unumgänglich seien. Auch hätten sich die öffentlichen Zuschüsse – 2014 noch 50.000 Euro – bis 2017 auf nur noch 10.000 Euro verringert. Und allein die Zuwendungen der Stadt Burgwedel aus Mitteln der Sportstiftung seien von ehedem 15.000 auf 4.000 Euro gesunken. Deshalb sei der Haushalt für 2018 bewusst vorsichtig geplant. Ziel des Vorstandes sei es auf jeden Fall, das Sport-angebot weiter auszubauen und dennoch das Beitragsniveau zu halten.
Bereits zu Beginn der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Martin Quandt, Brigitte und Günter Schlaefke, Karsten Lieberei, Angelika Wegener, Hinnerk Witt, Christiane Mohrmann, Olaf Weyrich, Judith Pauluch, Monika Eickhoff-Thye und Hans-Heinrich Sandkühler die silberne Vereinsnadel sowie Elke Schweigmann, Hans-Alfred Disselhoff, Ulrich Appel und sein Vater Horst für 50-jährige Vereinstreue die goldenen Nadel.
Außerdem wurden zahlreiche ehrenamtliche Funktionsträger und Übungsleiter für ihr enormes Engagement und ihren steten Einsatz ausführlich belobigt und geehrt. Und die Zahl der Ehrenmitglieder – Marie-Luise Steinlen, Erika Rust, Dr. Karsten-Friedrich Hoppenstadt, Johannes Schönhoff, Horst Appel und Friedrich Kruse – wurde um den 85-jährien Klaus-Günther Mehring auf nunmehr sieben erweitert. Dabei hob der stellvertretende Vorsitzende Ulli Friedrich in seiner Laudatio besonders hervor, dass der Geehrte den Verein sehr viele Jahre juristisch erfolgreich begleitet und beraten habe und auch im hohen Alter immer noch aktiv im Team mitarbeite.