"Trude träumt von Afrika" begeisterte im Amtshof Burgwedel

Erna, Cäcilie, Mathilde, Yvonne und Agathe entstammen der norddeutschen Spezies der „Truden“ und bewiesen, dass sie über sehr viel musikalisches Temperament verfügen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
Burgwedel: Amtshof |

Ein Beitrag von Bettina Garms-Polatschek - Hanseatische Damen trommeln heiße afrikanische Rhythmen

GROSSBURGWEDEL (bgp). Für so manchen Lacher sorgten die fünf Damen des Ensembles "Trude träumt von Afrika" mit einem Gastspiel im Amtshof Burgwedel. Kapotthüte und falsche Perlenketten gehörten ebenso dazu wie eine Percussion-Show, die ihresgleichen suchte. Was zunächst wie eine harmlose Gruppe von schrulligen Kaffeetanten wirkte, hatte es in sich.
Während man auf Percussion-Festivals in der Regel viele "coole Jungs" mit Kapuzenshirts sieht, gab es hier das volle Kontrastprogramm. Kleider mit Blumenmustern oder großen Karos, ein Outfit in Pink mit Leopardenlook und als absolutes Muss überdimensionierte Damenhandtaschen. Als unvermeidliches Accesoire etlicher Tanz- und Rhythmusnummern wurden sie von den Damen in Voodoo-Priester-Manier in die Höhe gehalten und vor dem Körper mit kreisenden Bewegungen hin- und hergeschwungen.
Begleitet wurde die Darbietung mit afrikanischem Gesang, der das Ganze wie eine Geisterbeschwörung anmuten ließ und das Publikum zum Lachen brachte. Dabei wurde deutlich, dass sich hanseatische Behäbigkeit und temperamentvolle afrikanische Rhythmen nicht ausschließen.
Mit kräftezehrenden Trommeleinlagen sorgte die Gruppe im Saal für rhythmisches Klatschen. Eindrücklich wurde mit Kochtopfdeckeln und Spazierstöcken demonstriert, wie Selbstverteidigung für potentielle Opfer von Handtaschenräubern aussieht. Die Damen bezeichneten sich selbst als ein bisschen "tüdelich und drömelich",  denn sie stammen aus der eigens kreierten norddeutschen Spezies der "Truden".
Die Truden Erna, Mathilde, Agathe, Cäcilie und Yvonne begeisterten das Publikum mit ihrer Art restlos, so dass sie um eine Zugabe nicht herumkamen. Am Schluss verdeutlichten sie die Quintessenz des Abends mit einem musikalischen Zitat aus einer Fernsehshow: "Musik ist Trumpf!".