Triathlon war eine organisatorische Meisterleistung

Start zum 1. Volkstriathlon am Altwarmbüchener See: 150 Sportlerinnen und Sportler laufen im Massenstart zur ersten Disziplin 750 Meter Schwimmen im Freiwasser. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Es erforderte schon einiges Organisationstalent, die 20 Kilometer für die Radstrecke abzusichern. Doch Polizei und Schwimmclub Altwarmbüchen ist das in enger Zusammenarbeit hervorragend gelungen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Riesiger Zuspruch der Isernhagener an der Radrennstrecke

ALTWARMBÜCHEN (hhs). Dass einmal im Jahr am Altwarmbüchener See ein großes Outdoor-Schwimmen stattfindet, das sind die Anlieger am See schon seit fünf Jahren gewohnt. Insofern erregte die sechste Veranstaltung unter diesem Titel am vergangenen Wochenende auch nicht die Gemüter.
In diesem Jahr allerdings war dieses Outdoor-Schwimmen zum ersten Mal kombiniert mit einem Triathlon. Und das stellte schon im Vorfeld ganz andere Anforderungen an das Organisationsteam um Eckhard Bade vom Schwimmverein Altwarmbüchen. Die Vorbereitungen der Schwimmstrecke über 750 Meter im Freiwasser war Routine und ohnehin im Outdoor-Schwimmen integriert. Der Triathlon erforderte zudem noch die Organisation einer fünf-Kilometer-Laufstrecke und die Ausweisung einer Radrennstrecke über 20 Kilometer.
Die Freiwasserstrecke war wie immer ein Dreieck von 750 Meter Gesamtlänge. Die DLRG sorgte wie in den Vorjahren für Sicherheit im Wasser. Hier war mit keinerlei Schwierigkeiten zu rechnen. Weitaus aufwändiger waren die Vorbereitungen für das Radrennen, dass sich nahtlos an das Schwimmen anschließen musste. Hier mussten die Veranstalter zunächst für einen Bereich sorgen, in denen die Athleten ihre Rennräder und Bekleidung sicher abstellen konnten. Das wurde direkt neben dem Zelt mit der Verpflegung perfekt in einem abgesperrten Bereich gelöst.
Die Rennstrecke selbst führte dann über die Seestraße auf die Bothfelder Straße und von dort weiter zur K 114 in die Altdörfer Isernhagens bis nach HB und von dort über die Tiefe Trift mit schwierigem Aufstieg nach FB und zurück zum See. Die Polizei sorgte für die erforderlichen Straßensperrungen, der Schwimmclub und befreundete Vereine für knapp 50 Streckenposten zur Orientierung der Sportler und natürlich auch der Kraftfahrer und Spaziergänger. Alle haben ihre Aufgaben erfolgreich gelöst, es kam nur zu kleinen kurzzeitigen Staus und alle Verkehrsteilnehmer nahmen Rücksicht auf die Sportveranstaltung. Unfälle gab es nicht.
Schließlich die Laufstrecke: Auch hier konnten die Veranstalter auf Bewährtes zurückgreifen. Die Sportler hatten einen fünf-Kilometer-Parcours direkt am Altwarmbüchener See abgesteckt, der in großen Teilen den Strecken bei Volksläufen entsprach.
Zum Volkstriathlon am Sonntag, der Hauptveranstaltung, waren 150 Sportlerinnen und Sportler angetreten. In direkter Absprache mit der Polizei wurde das 750-Meter-Schwimmen eröffnet. Erst später wurde klar, warum die Beamten erst sicherstellen mussten, dass sie bereit waren, die Streckenabschnitte zu sperren. Der schnellste Schwimmer saß schon gut zehn Minuten nach dem Start des Schwimmens auf seinem Rad und verschwand auf der Seestraße. Es handelte sich um Fjordor Weiß, Sohn des Triathlon-Landestrainers Thomas Weiß, der diesen beim Schwimmen herausgearbeiteten Vorsprung beim Radfahren und Laufen nicht mehr aus der Hand gab.
Er gewann diesen ersten Volkstriathlon am Altwarmbüchener See mit 1:05:07 Stunden vor den Hannoveranern Fabian Delong und Timo Eilers. Bei den Frauen hatte eine Ex-Isernhagenerin die Nase vor: Anja Vogelgesang, gebürtig in Kirchhorst, startete für Hannover 96 und kam mit 1:15:35 Stunden ins Ziel. Auf den nachfolgenden Plätzen landeten Martina Krümpelmann und Cristina Kopetzki vom Lehrter SV.
Das Fazit dieser Premiere kann nur positiv ausfallen: Es gab keine Unfälle und die kurzzeitigen Behinderungen im Straßenverkehr nahmen die Kraftfahrer mit Gelassenheit. Das Radrennen erwies sich als der eigentliche Publikumsbringer: In den bewohnten Bereichen entlang der Strecke säumten Mitbürgerinnen und Mitbürger die Straße und feuerten die Sportler lauthals an.
Vielleicht ließe sich ähnlichen Wettkampfcharakter auch bei der Laufstrecke erzielen, sofern der Rundkurs entsprechend positioniert wird. Gesamtbetrachtet lässt sich hoffen, dass es noch viele weitere Triathlon-Veranstaltungen am Altwarmbüchener See geben wird.