Treckergespanne voller denn je bei der 16. Thönser Schleppjagd

Das Einlaufen der Niedersachsenmeute war einer der Höhepunkte der Thönser Schleppjagd. (Foto: Dana Noll)
Burgwedel: Hof Feldmann |

Ein Beitrag von Dana Noll - Mehr Reiter, mehr Sonne und noch mehr Zuschauer . . .

THÖNSE (dno). Bereits zum 16. Mal fand am vergangenen Sonntag die Thönser Schleppjagd statt. Bei spätsommerlichen Temperaturen strömten die Besucher/innen bereits ab 10 Uhr zum Hof Feldmann. Mit dabei, Picknickkörbe, Kind und Kegel sowie ganz viel gute Laune!
Die Sonne kämpfte sich durch den morgendlichen Nebel und versprach erneut Traumwetter für die 16. Thönser Schleppjagd. Und so waren die Plätze auf den zehn Treckergespannen heiß begehrt.
„Von hier aus hat man den besten Blick auf die verschiedenen Jagdfelder und den landschaftlich schönen Parcours.“, so Dietmar Wedel, der schon zum dritten Mal dabei war. Besonders viele Familien nutzten die Schleppjagd zu einem Sonntagsausflug mit ihren Kindern. So war die Stimmung auf den Treckergespannen sofort ausgelassen und fröhlich.
Nach einigen besinnlichen Minuten beim Gottesdienst, traf man (Frau!) sich zum Stelldichein. 64 Teilnehmer/innen folgten der diesjährigen Einladung vom Hof Feldmann und der Reitsportgemeinschaft Roggenhof e.V. nach Thönse – deutlich mehr als im Vorjahr! Der bereits „traditionelle“ Termin, der 4. Sonntag im September, ist fester Bestandteil im Terminkalender von Reiter/innen und Zuschauer/innen – und das seit vielen Jahren!
Vor den Toren Hannovers, leben viele Reitsportfreunde ihr aktives Leben rund ums Pferd aus. Burgwedel und Isernhagen sind traditionelles Schleppjagdgebiet. Hier jagten bereits die Hunde des Militärinstitutes und der Kavallerieschule. Der Reitsport war hier zunächst feudal geprägt, danach militärisch und dann endlich bürgerlich, wenn auch überwiegend männlich.
Schaut man sich allerdings auf der Wiese zum Stelldichein um, lassen sich sehr viele reitende Damen finden. Besonders erfreulich, in diesem Jahr waren die Nachwuchsreiter/innen besonders zahlreich vertreten.
Jagdherrin Camilla Freifrau von Dungern wünschte bereits in ihren Begrüßungsworten zum Stelldichein „eine schöne Jagd, mit Wetter, das besser nicht sein könne“. Vor dem Abritt gab es mit einer Ehrung den ersten Höhepunkt: Max Scharf wurde der rote Rock verliehen!
Mit dem Einlaufen der wunderschönen Foxhounds der Niedersachsen-Meute und unter den Klängen der stimmungsvollen Hörner der Rallye Trompes de la Bruyére startete die Jagdgesellschaft. Den Zuschauer/innen bot sich ein beeindruckender Anblick beim Abritt. Die Schleppjagd hinter der Hundemeute ist schon ein Sport mit einer ganz eigenen Faszination!
Das Reiten im Gelände und auf der Schleppjagd erfordert Mut, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und ein besonders intensives Zusammenspiel von Pferd, Reiter und Hunden. Die Hindernisse mussten von Reiter und Pferd im Einklang genommen werden – konnten aber auch umritten werden.
Die Jagdstrecke führte etwa 15 Kilometer durch Thönse und Umgebung. Die Schleppjagd wurde wie im Vorjahr in vier Feldern und in einer verkürzten Strecke geritten. Neu im Teilnehmerfeld war Ute Bußmann, die 1. Vorsitzende im Reit- und Fahrverein Thönse.