Tolle Ergebnisse für Junioren-Tischfussballer aus Burgwedel

Die Burgwedeler Jungs (rechts) im Spiel gegen die USA um die Bronzemedaille. (Foto: Jugendpflege Burgwedel)

Fünfter Platz für das Doppel Zipfel/Valesco bei der WM in Nantes

BURGWEDEL (r/bs). Rund 500 Spieler aus 40 Nationen und 5 Kontinenten fanden sich vom 03.01 - 06.01.2013 im französischen Nantes zusammen, um vor mehr als 10.000 Zuschauern, an über 100 Tischen und während 3500 Matches, die Weltmeister zu küren.
Zum ersten Mal im sechsköpfigen Kader der Deutschen Junioren-Nationalmannschaft mit dabei waren die Burgwedeler Tischfussball-Junioren Marvin Velasco (14), Adeem Framke (16) und Steffen Zipfel (14). Darüber hinaus waren Marvin Velasco und Steffen Zipfel als Deutsche Meister für die Disziplin Junioren-Doppel qualifiziert, Marvin Velasco als Erster der deutschen Rangliste sogar für das Junioren-Einzel.
„Ich bin überglücklich und stolz auf unsere Jungs“, erklärt Jugendpfleger Uli Appel. Marvin Velasco hat im Einzel den 9. Rang erreicht. Das Burgwedeler Doppel mit Steffen Zipfel und Marvin Velasco ist 5. geworden und mit der Nationalmannschaft haben Steffen Zipfel, Marvin Velasco und Adeem Framke den 4. Platz erspielt.
Als erster startete Marvin Velasco im Junioren-Einzel mit hervorragenden Leitungen und gewann alle sechs Spiele der Vorrunde. Im anschließenden KO-Modus erreichte Marvin Velasco den 9. Platz, nachdem er im Achtelfinale gegen den Nationalmannschaftskollegen Jannik Müller-Trabert antreten musste, welcher diesmal das bessere Ende für sich verbuchen konnte.
Noch erfolgreicher lief es für Steffen Zipfel und Marvin Velasco im Junioren-Doppel. Nach durchwachsender Vorrunde mussten die beiden Deutschen Meister sich erst im Viertelfinale den Franzosen Pierre Lejard und Arthur Carles geschlagen geben, und erreichten somit den 5. Platz. Mit sensationellen Leistungen gewannen am Ende die deutschen Junioren-Nationalmannschaftskollegen Thomas Schmidt und Felix Dröse den Weltmeistertitel im Doppel gegen die Vorjahressieger Marcel Schröter und Jonas Messerli aus der Schweiz.
Eindeutiges Highlight des Turnieres waren aber die Nationen Wettkämpfe. Das Teilnehmerfeld der Junioren bestand aus 12 Nationen, aufgeteilt in drei Gruppen. Die Deutsche Mannschaft bekam als Gruppengegner Großbritannien, Portugal und Italien zugelost. Die Burgwedeler starteten furios mit einem glatten 10:0 Sieg gegen die chancenlosen Briten. Gegen Portugal gab es ein knappes 5:5 Unentschieden und gegen die Italiener setzten sich die Burgwedeler Junioren mit 6:4 durch. Damit belegte die Deutsche Junioren Nationalmannschaft den zweiten Platz hinter den Portugiesen, die erwartungsgemäß 9:1 gegen England gewonnen hatten und somit eine bessere Punktedifferenz aufwiesen.
Im anschließenden Viertelfinale ging es dann gegen Gastgeberland Frankreich als Gruppensieger der Gruppe C. Weit vor Spielbeginn füllten sich die Tribünen mit französischen Fans, bis nur noch ein knapper Meter Platz rund um die Spieltische vorhanden war. Doch die Burgwedeler ließen sich von der engen und hitzigen Atmosphäre nicht beeindrucken, und lieferten ein sensationelles Spiel gegen die favorisierten, technisch starken Franzosen ab.
Nach insgesamt 2 Stunden und 45 Minuten Spieldauer hatten die Deutschen Junioren das bessere Ende für sich und gewannen durch Marvin Velasco und Yannik Müller-Trabert im letzten Satz des letzten Spiels die intensiv geführte Begegnung.
Auch das ‚kleine Finale’ um die Bronzemedaille gegen die USA entwickelte sich zu einem spannenden, engen Match in dem Yannick Müller-Trabert und Marvin Velasco zwar die jeweiligen Einzel gewannen, jedoch die drei Doppel mit Adeem Framke/Thomas Schmidt, Yannick Müller Trabert/Thomas Schmidt und Adeem Framke/Marvin Velasco knapp verloren gingen.
Trotz der Enttäuschung über die knapp verpasste Bronzemedaille überwog dann doch die Zufriedenheit der Burgwedeler Junioren Nationalspieler über sehr gute Leistungen, tolle Platzierungen und viele schöne, neue Erfahrungen. Selbstverständlich wollen die Jungs im nächsten Jahr wieder kommen, um dann das Treppchen zu erklimmen und eine Medaille mit nach Hause zu nehmen.