THW präsentierte effektive Ausleuchtungsmöglichkeiten

Eindrucksvolle Ausleuchtung des Platzes auch in die Höhe ist mit dem Lichtmastkraftwagen (LiMaKW) des THW möglich. (Foto: Swen Würriehausen/THW)

Praxisbezogene Vorführung für die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr

ALTKREIS BURGDORF (r/bs). Am vergangenen Freitag um 16.45 meldeten die Digitalenmeldeempfänger „Einsatz Amtshilfe Ausleuchten von Einsatzstellen in Burgdorf“ der 2. Bergungsgruppe. Sofort machten sich die Helfer auf den Weg zur Unterkunft. Was die Helfer nicht wussten, es handelte sich um eine Übung, um der Polizei Burgdorf, Mellendorf und Großburgwedel sowie der Feuerwehr Burgdorf die Beleuchtungstechnik vorzustellen.
Nachdem die Helfer eingetroffen waren, bekamen sie den Auftrag die verschiedenen Beleuchtungsmittel auf dem Bolzplatz hinter der Feuerwehr aufzubauen. Um 18 Uhr begrüßte der Zugführer die Gäste der Polizei und Feuerwehr. Nach einem halbstündigen Vortrag über die einzelnen Beleuchtungsgruppen des THW, wie THW OV Hannover/Langenhagen, THW OV Wunstorf sowie die ÖGA Beleuchtung (Örtliche Gefahren Abwehr) THW Burgdorf, wurden die einzelnen Beleuchtungsmittel vorgestellt. An praktischen Beispielen wurden die Vor - und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten gezeigt.
Als erstes wurde der LiMaKW (Lichtmastkraftwagen) vorgeführt, dieses Fahrzeug kann nach wenigen Handgriffen Einsatzstellen sofort ausleuchten. Der Lichtmast kann auf eine Höhe von 8,5 m ausgefahren werden. An einem Drehkreuz befinden sich sechs Halogenscheinwerfer mit einer Gesamtlichtleistung von 9000 Watt. Die Stromversorgung erfolgt über einen am Fahrzeug befindlichen Stromerzeuger. Als nächstes wurde mit normalen Halogenscheinwerfern 1000 Watt auf Stativen ein Teil des Platzes ausgeleuchtet. Schnell stellte man fest, dass solche Beleuchtungsmittel nicht für den Straßenverkehrsraum geeignet sind, da sie stark blenden.
Diese Scheinwerfer wurden auch nur zum Vergleich aufgebaut, denn nun kamen die Leuchtballons zum Einsatz. Mit diesen Leuchtballons ist es möglich, blend- und schattenarm auszuleuchten. Damit sind für den Straßenverkehrsraum freigegeben. Allein mit nur sechs dieser Ballons war es möglich, den ganzen Bolzplatz auszuleuchten.
Zum Schluss wurde dann noch der Lichtmast der fahrbaren Netzersatzanlage vorgeführt, dieser Lichtmast kann ebenfalls bis zu einer Höhe von 8,5 Meter ausgefahren werden. Mit einem Dreh- und Schwenkantrieb können die Scheinwerfer in Position gebracht werden.
Dieser Lichtmast hat eine Lichtleistung von 9000 Watt Halogenlicht plus noch 1200 Watt HQL Leuchtmittel (entspricht einer Leistung von ca. 5000 Watt Halogenlicht). Polizei und Feuerwehr waren sichtlich beeindruckt von der Leistungsstärke der Beleuchtungstechnik des THW’s und zeigten großes Interesse, in Zukunft bei Unfällen darauf zurück zugreifen.