Thönser Patchwork-Gruppe besteht seit 25 Jahren

Die Thönser Patchworkgruppe mit Margret Venetta (3.v.l.) feierte ihr 25-jähriges Bestehen. (Foto: Renate Tiffe)

Alle 14 Tage Treffen im Dorfgemeinschaftshaus

THÖNSE (ti). Alle drei Jahre tritt die Thönser Patchwork-Gruppe mit einer Ausstellung hervor. Sozusagen außer der Reihe beging sie jetzt im Dorfgemeinschaftshaus ihr 25-jähriges Bestehen – natürlich mit der Darstellung ihrer Arbeiten, aber auch mit einem gemütlichen Beisammensein für das Dorf und alle Interessierten.
Die Frauen hatten Glück. Das Wetter spielte mit und so empfingen die Besucher schon draußen wie an einer Wäscheleine aufgehängt ihre Paradestücke - große Patchworkdecken in allen möglichen Farbzusammenstellungen und Techniken. Einige Geburtstagsdecken zählten dazu, zu der jede ein Teil mit ihrem Namen beiträgt. Die jeweilige Jubilarin übernimmt dann das Fertigstellen der Decke, das sogenannte Quilten. Dabei wird das im Patchwork entstandene, kunsthandwerklich gestaltete Oberteil mit einem Vlies und dem Unterstoff mit Nähstichen zusammengefügt, eine zeitaufwendige Arbeit. Nur manchmal kommt die Maschine dabei zum Einsatz. Wieviel Stunden mag die auffallend kleinteilige Decke mit dem grünen Rand gekostet haben, die in Kaleidoskop-Technik gearbeitet wurde, was schlicht auch als Resteverwertung bezeichnet werden kann? Die ursprüngliche Idee beim Patchwork war ja, dass Stoffreste oder Teile von abgetragenen Kleidern oder Wäschestücken zu etwas Neuem, oft kunstvoll Gestaltetem, verarbeitet wurden.
Von Anfang an dabei ist Margret Venetta, die die Thönser Gruppe leitet. Sie schaut zurück auf die 1980er Jahre, als sich die Mütter der Thönser Grundschüler im Bastelkreis trafen, bis sie sich 1988 entschlossen, sich auf das Patchwork zu konzentrieren. Anregungen und Kenntnisse holten sich die Frauen bei den Montagsquiltern in Hannover, bei der Deutschen Patchworkgilde in Hamburg und natürlich immer wieder auf Ausstellungen. Da ohnehin die meisten von ihnen dem Landfrauenverband angehörten, schloss man sich auch offiziell dem Verband an. 15 Mitglieder zählt die Thönser Patchwork-Gruppe jetzt.
Auf den Tischen im großen Raum waren all die vielen kleineren textilen Sachen ausgebreitet, die die Frauen sozusagen durch ihr Patchwork veredeln: Kissenbezüge und Sets, Buchhüllen und textile Bilderbücher, kleine Kulturtaschen und Unterarmkissen. Manches konnte zu Sonderpreisen zu 1 bis 5 Euro erworben werden.
Ein Tisch war reserviert für die Tombola-Preise. „Jedes zweite Los gewinnt“, hieß es da. Der Erlös sollte an die örtliche Jugendfeuerwehr gehen, ebenso wie der vom Kuchenbüfett, zu dem die Frauen eingeladen hatten. Es sollte ein kleines Dankeschön sein, „dafür, dass wir uns hier so gut aufgehoben fühlen“, sagte Margret Venetta.