Thönser Ostermarkt mit Neuem und Bewährtem

Eine Schürze mit ländlichen Motiven gefällig? Die Auswahl an Textilem ist groß auf dem Stand von Christiane Hinze. (Foto: Renate Tiffe)

Das „Muss“ im Frühling, diesmal mit über 20 Ständen

THÖNSE (ti). Auch wenn die Nächte noch kalt sind – der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten. Und mit dem ersten Grün sprießen auch die bunten Märkte hervor. Allen voran die altgedienten, wie der Thönser Ostermarkt, der nach wechselnden Standorten jetzt seit langem seine passende Bleibe auf dem Werkhof der Tischlerei Rockahr an der Engenser Straße gefunden hat. Das Geheimnis erfolgreicher Märkte ist die Balance zwischen Bewährtem, dem Vertrauten, von dem man genau weiß, dass es immer dort zu haben ist, und dem Neuen - anderen Ideen, die anregen und beflügeln. Dem Thönser Markt, von der CDU initiiert, gelingt dies jedes Jahr aufs Neue.
Ein wenig vergrößert hatte er sich diesmal. Über 20 Stände boten alles dar, was Lust auf Frühling macht und das Osterfest bereichert. Da waren zunächst all die vielen „Eyecatcher“, Dekoratives für die Vorfreude – Ostereier in allen Versionen und Hasen, vorzugsweise aus Holz, Osterkränze und liebevoll gestaltete Blumengestecke, auch mit den ersten Frühlingsblühern. In einer Ecke zwischen Hof und Werkstatt hatte sich Roger Frank mit seiner Drechselbank niedergelassen. Ausgebreitet auf seinem Tisch war weniger Augenfälliges – feine Holzarbeiten, Schalen, Holzeier und Kreisel zum Aufziehen.
Textiles war stark vertreten auf dem Markt. Die Thönser Patchwork-Gruppe bot einen Vorgeschmack auf ihre große Ausstellung am kommenden Wochenende mit praktischen kleinen Dingen und fröhlichen Eierwärmern in großer Anzahl. Christiane Hinze, noch länger mit textilem Kunsthandwerk als mit der Politik beschäftigt („Ich brauche das als Ausgleich.“) hatte ihre Tischdecken und -Läufer mit frühlingshaften Motiven ausgebreitet, Schürzen und vieles andere für Heim und Haushalt. Als Neuheit auf ihrem Stand waren kuschelige kleine Lämmer zu sehen, die bei Bedarf ein wärmendes Körnerkissen enthalten können. Überhaupt war Wärmendes noch immer in großer Auswahl zu erhalten, gestrickte Schals, Socken und Schultertücher. Noch sind die Temperaturen wenig frühlingshaft.
Auch das, was bekanntlich Leib und Seele zusammenhält, Essen und Trinken, wurde genug angeboten. Ein neuer Stand mit Harzer Wurst- und Schinkenspezialitäten, „wie zu Omas Zeiten“, hatte sich aufgetan. Wer mochte, konnte noch einen Glühobstwein genießen, oder selbstgemachte Fruchtliköre, Eier- oder Kaffeelikör mit nach Hause nehmen. Mit „Honig aus der Region“ warb Imker Manfred Kraak zu recht. Seine Bienenstände sind an der Thönser Kieskuhle aufgestellt. Bekanntlich soll ja in der Nähe produziertes besonders bekömmlich sein und als heimatliches Mitbringsel bei Besuchen sind die Gläser allemal geeignet.
Zur Cafeteria umfunktioniert war die Werkstatt. Bei Kaffee und Kuchen ließ es sich ausgiebig plauschen. Cornelia Rockahr freute sich über ein durchgehend „volles Haus“. Wem der Sinn gerade nicht nach Süßem stand, traf sich mit Gleichgesinnten am Bratwurststand bei Bier und anderen Getränken. In Sichtweite drehte sich unterdessen unentwegt das Kinderkarussell...