Themenvielfalt bei der Projektwoche der Realschule

Tipps zum richtigen Umgang mit dem Handy hieß es bei den Siebtklässlern. (Foto: Renate Tiffe)

Schüler üben Bewerbungsgespräche und Umgang mit dem Handy

GROSSBURGWEDEL (ti). Das Bewerbertraining spielte bei der vergangenen Projektwoche der Burgwedeler Realschule die größte Rolle. Dennoch gab es auch andere Themen, die den Schülerinnen und Schülern jahrgangs- und klassenübergreifend Alltagskompetenz vermitteln sollten: im Straßenverkehr, bei der Ersten Hilfe, beim Umgang mit dem Handy und nicht zuletzt auch beim guten Benehmen.
Berufsorientiert war das Bewerbertraining. Bereits am Vortag hatte es Betriebsbesichtigungen gegeben. Jeder der teilnehmenden Schüler aus den neunten Klassen hatte zudem eine Bewerbungsmappe abzuliefern, die dann mit dem Übungsleiter im Einzelnen besprochen wurde. Das Vorstellungsgespräch wurde in Rollenspielen vorgeführt, die Bekleidung war ein wichtiger Punkt und nicht zuletzt auch das gute Benehmen. Um das zu üben, wurden die Schülerinnen und Schüler extra in ein italienisches Restaurant in der Nähe des Schulzentrums geführt.
Groß war die Nachfrage im sog. Schulsanitätsdienst, einer Art Erste-Hilfe-Kurs, in dem die Schüler lernen, was beispielsweise bei Atemproblemen, bei Schockzuständen, bei kleineren Unfällen oder einfach nur bei Bauchschmerzen zu tun ist. All dies kann während der Schule vorkommen. Klaus-Jürgen Maurer, Ausbildungsleiter beim DRK wies darauf hin, was beim Auffinden einer Person zu beachten ist und zeigte, wie Wiederbelebungsversuche durchzuführen sind. Es soll darum gehen, dass keine Fehler gemacht werden bis evtl. der Notarzt oder der Rettungsdienst eintrifft.
Der Sanitätsdienst ist bereits eine feste Einrichtung in der Schule. Jeweils drei Schüler übernehmen regelmäßig den Dienst in den Pausen. Der betreuende Lehrer, Konrektor Bernd Hofmann, war froh über das Interesse der Schüler. „Wir brauchen immer wieder Nachschub“.
„Achtung Auto“ hatte es für die Fünftklässler geheißen, die am Wendehammer auf dem Schulgelände u.a. viel über Bremsgeschwindigkeiten und –strecken sahen und hörten. In dieser Projektwoche komme es darauf an, für jede Altersstufe das Notwendige anzubieten, sagte Schulleiterin Renate Koch. Dazu gehöre das Mobilitätstraining ebenso wie das Sozialtraining.
Die Siebtklässler befassten sich genauer mit ihrem „wichtigsten Begleiter durch den Alltag“. „Handy lieb und teuer“ war das Thema, zu dem am Ende auch eine gleichlautende kleine Informationsbroschüre verteilt wurde. „Ihr habt das Handy gekauft, und nun“, fragte Stefan Schaper von der hannoverschen Landesstelle für Jugendschutz. Das Normale war den Schülern vertraut. Schaper gab wichtige Tipps zum weiteren Umgang: Nicht auf Abos reinfallen, nicht auf unbekannte Nummern reagieren, nicht ohne Weiteres ins Ausland telefonieren. Besonders Rückrufe sind teuer. Bei Fotos muss um Erlaubnis gefragt werden. Ganz wichtig sei ICE (in case of emergency), die Identität im Notfall, also die Nummer von zu Hause. Auch die Nummern 110 bzw. 112 sollten für Notfälle auf dem Handy präsent sein.