Teile der Urologie in Großburgwedel sind umgezogen

Dank dreidimensionaler Bildgebung des 3D-Endoskopie-Turms kann das OP-Team komplexe Strukturen im Körperinneren noch präziser erkennen. (Foto: Bernhard Koch/KRH)

"Mehr Platz und freundliche helle Räume"

GROSSBURGWEDEL (r/hhs). Ein Teil der Fachklinik für Urologie im KRH Klinikum Großburgwedel ist am vergangenen Wochenende in ein neues Modulgebäude auf dem Dach des alten Bettenhauses umgezogen. Untersuchungs- und Behandlungsräume, ein OP-Saal mit Röntgengerät für endoskopische Eingriffe samt Aufwacheinheit, Diagnosegeräte wie Ultraschall und Urodynamik (Blasendruckmessung) sowie Büros sind jetzt in moderner Umgebung untergebracht.
„Wir freuen uns über mehr Platz und freundliche helle Räume“, sagt Urologie-Chefarzt Dr. Joachim Stein. Die Patientenzimmer der Urologie bleiben an alter Stelle. Das Modulgebäude war im Rahmen der alten und inzwischen revidierten Neubauplanung ursprünglich dazu gedacht, Platz für den Bau eines neuen Bettenhauses zu schaffen.
Als erstes KRH-Krankenhaus verfügt das Klinikum Großburgwedel jetzt über einen sogenannten „3D-Endoskopie-Turm“ im Operationssaal. Mit der neuen Technik lassen komplexe Strukturen im Körper dreidimensional und damit präziser darstellen, was die operativen Eingriffe erleichtert. Die technologische Neuerung kommt bei der minimal-invasiven Schlüssellochchirurgie zum Einsatz, die ohne große Schnitte auskommt. Mithilfe einer über den Endoskopieschlauch eingeführten Kamera sehen die Operateure gestochen scharfe dreidimensionale Bilder aus dem Körperinneren auf einem Monitor und können den Eingriff akkurat steuern. Die neue Technik wird von allen operierenden Fachkliniken gemeinsam genutzt.