Teatime um 1700 in St. Petri

Das Ensemble „La Ninfea“ (it. die Seerose) präsentiert in St. Petri barocke Kammermusik. (Foto: La Ninfea)

Barocke Kammermusik mit dem Ensemble „La Ninfea“

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Am Sonntag, dem 25. Februar lädt die St. Petri-Kirchengemeinde um 17.00 Uhr zu einem Konzert mit barocker Kammermusik von Georg Friedrich Händel und seinen Zeitgenossen ein.
Zu Gast ist das Ensemble „La Ninfea“ mit ihrem Programm „Teatime um 1700“. Zu dieser Zeit wurde in etwa 500 Kaffeehäusern Londons das hochgeschätzte Modegetränk Tee gereicht, das so seinen Weg vom exklusiven Luxusprodukt am Hofe ins gut situierte Bürgertum fand. Eben zu dieser Zeit blühte auch das öffentliche Musikinteresse auf, sodass es letztlich für jeden Gentleman in gleichem Maße zum guten Ton gehörte Tee zu trinken wie auch stets eine Blockflöte in der Tasche zu haben, um der angebeteten Lady bei Gelegenheit ein Ständchen spielen zu können.
Das Konzertprogramm vereint Kompositionen, die den exklusiven Musikgeschmack am Königshof widerspiegeln mit Werken, die sich auch in der breiten Londoner Öffentlichkeit außerordentlicher Beliebtheit erfreuten – und auch das heutige Publikum begeistern.
Das Ensemble „La Ninfea“ (it. die Seerose) mit Barbara Heindlmeier, Blockflöte, Christian Heim, Viola da Gamba & Blockflöte, Marthe Perl, Viola da Gamb, Johannes Gontarski, Theorbe, Barockgitarre & Cister und Avinoam Shalev, Cembalo konzertierte bisher u.a. bei den Tagen Alter Musik Berlin, dem Trigonale Festival der Alten Musik, den Stockstädter Blockflötenfesttagen und im Konzerthaus Wien.
Die beiden neuesten CD-Produktionen erschienen bei Raumklang: Die Eiserne Maske (November 2014) mit französischer Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts erhielt bereits vielfaches Lob für Konzept, Repertoire, Klang und Interpretation, und A.H. Schultzen Recorder Sonatas (Februar 2015) wartet mit vielgerühmten Ersteinspielungen deutscher Barockkompositionen auf.
2011 legte La Ninfea gemeinsam mit der Sopranistin Ulrike Hofbauer die Debüt CD Sono amante bei Thorofon mit wiederentdeckten Kantaten und Kammermusik der Brüder Bononcini vor, die von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Die preisgekrönten Mitglieder dieses Ensembles arbeiteten mit namhaften Ensembles und Musikern der Alten-Musik-Szene und spielten bereits bei zahlreichen Projekten in verschiedenen Konstellationen zusammen, was sie schließlich veranlasste, ein eigenes Ensemble zu gründen.
La Ninfea widmet sich seither dem Kammermusikrepertoire des 17. und 18. Jahrhunderts - besonders unbekannten Werken, die es wiederzuentdecken gilt. Der Eintritt ist wie immer in St.Petri dank der Unterstützung durch den Musikförderkreis St. Petri Großburgwedel e.V. frei. Um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang gebeten.