Tatkräftiger Arbeitseinsatz des NABU Burgwedel/Isernhagen

Gegen Mittag war Peter Böer mit der Verpflegung ins Trünnenmoor gekommen. „Warme Getränke und belegte Brötchen, genau das richtige für einen arbeitsreichen Morgen“, freuten sich ein Teilnehmer. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ein weiterer Pflegetermin ist am 23. November geplant

BURGWEDEL (hhs). Der NABU Burgwedel/Isernhagen ist stolz auf seine Grundstücke. Es sind schließlich auch einige richtige Kleinode darunter, zum Beispiel das Vogelschutzgehölz nur einen Kilometer vom Zentrum Großburgwedels entfernt gelegen, ein richtiges Schmuckstück. Oder die sogenannte Papenwiese westlich von Fuhrberg. Diese wurde früher Vogelwiese genannt, weil dort im Frühjahr lange das Hochwasser stand und sie dann seltene Vögel in Schwärmen anzog. Löffelenten zum Beispiel, manchmal Krick- und Knäkenten, die Schnatterente. Solange das Wasser dort noch ein paar Zentimeter hochsteht, ist die Chance auch heute noch groß, eine Bekassine in Anblick zu bekommen. Und natürlich das Trünnenmoor.
Die alten Torfabstiche dort müssen frei gehalten werden von Bäumen. Das ist harte Arbeit für die meistens etwas älteren Herren. Eigentlich war für diesen Herbst geplant, dort rings um die Torfabstiche noch einige hohe Bäume zu fällen. Aber das haben die Veranstalter dann am Samstag vor Ort verworfen.
Es war zu feucht, das geschlagene Holz hätte man nicht mit dem Hänger abtransportieren können. Das Fahrzeug wäre bis an die Achse eingesunken. Die Begehrlichkeiten an dem Holz sind groß, es wird normalerweise unter den Teilnehmern des Pflegeeinsatzes als Brennholz verteilt.
Also stand Entkusseln der Randbereiche der alten Torfabstiche an. Dort wuchern an den Ufern jedes Jahr aufs neue kleine Weidenbüsche prächtig. Hält man diese nicht kurz und schneidet sie nicht jedes Jahr zurück, dann bilden alle Weidenarten sehr schnell ein undurchdringliches Dickicht entlang der Uferbereiche. Wenn dann noch das Herbstlaub der Weiden im Wasser landet, wird dessen Qualität schlechter.
Ganz anders sieht das bei den Erlenbüschen aus, die ebenso schnell wachsen wie die Weiden. Aber sie haben den Vorteil, dass sie schnell zu richtigen Bäumen heranwachsen. Schlägt man sie, wenn der Stamm schon einigen Durchmesser hat, dann erhält man Brennholz von etwa gleicher Qualität wie Birke. Und das Erlenlaub schadet dem Wasser nicht. Ihm werden sogar Wasser verbessernde Eigenschaften nachgesagt.
Zehn Mitglieder des NABU fanden sich zum Pflegeeinsatz am Samstagmorgen ein. Mit starken Astscheren, kleinen Sägen und Beilen rückten sie den Weiden und Faulbäumen zu Leibe. Hort Hagenberg achtete darauf, dass die in Sachen Pflanzenkunde etwas unerfahrenen Mitglieder nicht die dort auch vorkommenden Porststräucher zurückschnitten. Die seien geschützt, erläuterte er.
Gegen Mittag erschien Peter Böer, der an diesem Vormittag für die Versorgung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuständig war. Er kam mit warmen Getränken und belegten Brötchen, „genau das richtige für einen arbeitsreichen Morgen an frischer Luft im Moor“, freuten sich die Helfer. Wer diese Freude auch einmal erleben möchte, komme am Samstag, den 23. November morgens um 9.00 Uhr auf den Domfrontplatz. Von dort aus geht es zum nächsten Pflegeeinsatz auf den vereinseigenen Grundstücken des NABU Burgwedel/Isernhagen.