Straßennamen in Wettmar werden erklärt

Ortsbürgermeister Fredermann enthüllte das Schild an der Virchowstraße stellvertretend für die anderen Erläuterungsschilder. (Foto: Renate Tiffe)

Schild an der Virchowstraße stellvertretend für alle enthüllt

WETTMAR (ti). Es hat lange gedauert, sehr lange, bis in Wettmar die ersten Erläuterungen an den Straßenschildern angebracht werden konnten. Der Ortsrat hatte sich seit drei Jahren mit dem Projekt befasst und seinen Ehrgeiz darein gesetzt, keine öffentlichen Mittel dafür zu verwenden. Es wurde auf Sponsoren gewartet. Stellvertretend für die übrigen Schilder, die zum Teil bereits angebracht sind, enthüllte Ortsbürgermeister Rainer Fredermann jetzt die kleine Zusatztafel an der Virchowstraße.
Wer weiß, wie die Akkerman-Straße zu ihrem Namen kam, wer Richard Bartels oder Johannes Schrader waren? Die Hinweisschilder unter den Straßennamen sollen darüber Auskunft geben und damit ein Stück Wettmarer Geschichte wach halten, sagte Fredermann. Anders ist es bei der Virchowstraße, die an den bekannten Berliner Arzt und Sozialpolitiker erinnert und dessen Name einst ausgesucht worden war für die kleine Seitenstraße am Nordberg.
Die Virchowstraße war nun auserwählt für die feierliche Enthüllung – wohlweislich, denn die etwa 20 Wettmarer, die sich zu dem Ereignis eingefunden hatten, konnten bei Regen und Wind Unterschlupf finden im Carport der Familie Reiche, die an der Ecke wohnt. Was machte es, dass das Zusatzschild ein wenig länger war als vorgesehen. Das lässt sich ändern. Die Gäste wärmten sich bei Kaffee und Glühwein und freuten sich, dass die Idee nun endlicht verwirklicht werden konnte.
Die Texte für die kleinen Tafeln hatten der Vorsitzende des Heimatvereins, Gerd Brenneke und der frühere Ratsherr Christian Lindemann verfasst. Über die genauen Kosten konnte Fredermann noch keine Auskunft geben. Sie sollen bei ungefähr 140 Euro liegen. Eine Spende von 20 Euro pro Schild hatte die SPD-Fraktion im vorherigen Ortsrat zugesagt. Die CDU zählt zu den Sponsoren und der Heimatverein sowie eine Reihe von Privatpersonen. Das Thema werde die Wettmarer noch weiter beschäftigen, sagte Fredermann voraus. Für zehn Straßenschilder sind zunächst die Zusatztafeln vorgesehen. Aber es könnten noch mehr werden in dem bald 4000 Einwohner zählenden Dorf.