Stimmungsvoller Zapfenstreich zum krönenden Abschluss

Stimmungsvoll erleuchteten an die 100 Fackeln den „Großen Zapfenstreich“ auf dem Dorfplatz anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Kyffhäuser Kameradschaft Engensen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Abordnungen zahlreicher Vereine machten der Kyffhäuser Kameradschaft Engensen ihre Aufwartung. (Foto: Anna Kentrath)

100. Geburtstag der Kyffhäuser Kameradschaft Engensen

ENGENSEN (ak). Jubiläumswetter herrschte vergangenen Samstagnachmittag, strahlender Sonnenschein, wie bestellt für das 100-jährige Jubiläum der Kyffhäuser Kameradschaft in Engensen. Abordnungen zahlreicher Vereine machten den Jubilaren auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte ihre Aufwartung. Den Auftakt zu diesem Jubiläum hatte es bereits am Abend zuvor in der Scheune von Heinrich und Ilse Wiekenberg mit dem Kommers gegeben, bei dem zahlreiche Ehrungen vorgenommen worden waren.
Die Kyffhäuser Kameradschaft Engensen, 1912 als Soldatenkameradschaft gegründet, die es sich zur Aufgabe machte, verwundete, heimkehrende Kameraden sowie Familien gefallener Mitglieder zu unterstützten, steht heute für Traditionspflege und Förderung der Dorfgemeinschaft. Herauszustellen sei bei den Engensener Kyffhäusern, „der besondere dörfliche Charakter“, so der 1.Vorsitzende gegenüber den Burgwedeler Nachrichten, „man trifft sich, um Gesellschaft zu pflegen, miteinander ins Gespräch zu kommen“.
So gut wie heute ging es dem Verein nicht immer. Vor 12 Jahren stand es schlecht, Fritz Papenberg übernahm den Vorsitz und schaffte es die Kyffhäuser Kameradschaft Engensen wieder aufzurichten. Heute zählt sie 56 Mitglieder, die Jugendarbeit zeigt Früchte, selbst eine eigene Facebook-Seite existiert, denn schließlich seien sie ja nicht „alt und verstaubt“, so Papenberg mit Nachdruck.
Für dieses außerordentliche Engagement des 1.Vorsitzenden wurde dieser beim Kommers mit einer der höchsten Auszeichnungen der Kyffhäuserkameradschaft bundesweit geehrt, dem Kyffhäuser-Verdienstorden. Papenberg äußerte sich gerührt, „geahnt habe ich das nicht“, „ich habe mich sehr darüber gefreut, diese Auszeichnung zu erhalten“, überreicht von Otto Prüßner, dem Landesvorsitzenden des Kyffhäuserbundes. Neben zahlreichen weiteren Ehrungen wurden Fritz Papenberg, Reiner Niemeyer und Herbert Lahmann mit der Ehrennadel in Gold für besondere Verdienste geehrt.
Joachim Schrader an der Drehorgel sorgte für gute Stimmung beim Kommersabend und diese setzte sich beim Jubiläumsfest am Samstag fort. Bei selbstgebackenen Kuchen und Torten ließen es sich die Feierenden am Nachmittag gut gehen. Anschließend hieß es „Antreten“ zum Ausmarsch um den Dorfplatz und Kranzniederlegung am Ehrenmal für gefallene Kameraden beider Weltkriege mit feierlicher Ansprache des Landesvorsitzenden des Kyffhäuserbundes Otto Prüßner.
Zurück auf dem Dorfplatz ließen es sich Ortsbürgermeister Friedhelm Stein sowie der Bürgermeister der Stadt Burgwedel Dr. Hendrik Hoppenstedt ebenfalls nicht nehmen einige Worte an die Festgesellschaft zu richten. Platzkonzerte des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Engensen, dem Feuerwehrmusikzug Burgdorf-Hänigsen, des Spielmannszuges der Schützengesellschaft Engensen und der Auftritt des gemischten Chores „Harmonie Engensen“ mit dem „Gefangenenchor“ aus Verdis Nabucco rundeten das Nachmittagsprogramm ab.
Bei Einbruch der Dunkelheit bot sich den Gästen ein stimmungsvoller, krönender Abschluss. An die 100 Fackeln wurden entzündet, getragen von den Kyffhäusern selbst, den Abordnungen der Vereine sowie Engenser Bürgern und erhellten den „großen Zapfenstreich“ auf dem Dorfplatz.