Sternsinger brachten den Segen in das Rathaus Großburgwedel

Die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Paulus Großburgwedel brachten den Segen für das Jahr 2016 ins Rathaus Großburgwedel. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Kinder der katholischen St. Paulus-Kirchengemeinde baten um Spenden

GROSSBURGWEDEL (bgp). Im Rathaus der Stadt Burgwedel ertönte am ersten Montag des neuen Jahres fröhlicher Gesang mit Gitarrenbegleitung, denn die Sternsinger kamen in festlichen Gewändern der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, um Spenden für bedürftige Kinder in Bolivien zu sammeln.
Die Kinder, die in diesem Jahr aus der Katholischen Pfarrgemeinde St. Paulus Großburgwedel entsandt wurden, trugen feierlich ihre goldenen Sterne vor sich her und erfreuten die Mitarbeiter sowie zahlreiche Besucher mit ihrem Gesang im Foyer. In ihrer Botschaft verkündeten die Sternsinger „Öffnet das Haus, öffnet das Tor“ und sprachen den Segen für das Haus und dessen Bewohner aus. Gemeindereferent Thomas Schenk begleitete die Lieder der jungen Botschafter auf der Gitarre.
Bürgermeister Axel Düker bedankte sich ebenso wie Stadträtin Christiane Concilio für den Segen und übergab eine Spende sowie kleine Tüten mit Süßigkeiten an die Sternsinger.
Im Anschluss sollte dann die Segensformel auf den Türbogen geschrieben werden. Das erfolgt üblicherweise mit Kreide direkt auf den Rahmen, war aber wegen der modernen Konstruktion der Rathaustür nicht möglich. So wurde die Formel kurzerhand auf ein Stück Tafelfolie geschrieben und am oberen Türrahmen festgeklebt.
Dort warteten bereits mehrere Segensformeln aus den Vorjahren, sodass eine davon für die neue weichen musste. Die Segensformel für 2016 lautet „20 C + M + B 16“, die Zahlen stehen für das Jahr, die Buchstabenfolge ist eine Abkürzung für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedictat“, auf Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Die Sammelaktion der Sternsinger für das Jahr 2016 steht unter dem Leitwort: „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“.
Sternsinger Phillip (9) war das erste Mal mit dabei und es machte ihm Spaß. Er sei durch seine Mutter dazu gekommen, sein älterer Bruder sei auch schon einmal als Sternsinger unterwegs gewesen, berichtete der Grundschüler. Die jungen Wohltäter werden in ihrer Pfarrgemeinde für die Besuche vorbereitet und kommen auf Wunsch von Familien oder Institutionen in die Häuser.
Sie haben vom 2. bis 4. Januar unter anderem die örtlichen Seniorenpflegeheime besucht und gehen auch zu Familien, die nicht in der katholischen Kirche sind. Der Besuch der Sternsinger sei für manche wie ein Familienfest, oft würden noch Großeltern oder Verwandte dazu eingeladen, um mit den kleinen Segensbringern zu feiern, freute sich Thomas Schenk über die durchweg positive Resonanz. Im Vorjahr sammelten Sternsinger aus den katholischen Pfarrgemeinden bundesweit über 45 Millionen Euro an Spenden für unterschiedliche Projekte.