Stadt plant 600.000 Euro für die Feuerwehr Burgwedel ein

Eine Übung der Feuerwehr Isernhagen zeigt, dass die Aufgaben der technischen Hilfeleistung umfangreiche Ausrüstung und schwere Geräte erfordern, die auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden müssen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Ortswehren Fuhrberg und Wettmar bekommen neue Fahrzeuge

BURGWEDEL (bgp). In einer kurzen Sitzung des Feuerschutzausschusses war über die Ersatzbeschaffung zweier Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge für die Feuerwehren Fuhrberg und Wettmar schnell abgestimmt. Die Stadt investiert in die Fahrzeuge, weitere Geräte und eine Umbaumaßnahme rund 600 000 Euro.
Das Stadtkommando der Freiwilligen Feuerwehr Burgwedel hatte bereits im Juni 2016 den Antrag auf Ersatzbeschaffung des Tanklöschgruppenfahrzeuges in Fuhrberg und des Löschgruppenfahrzeuges in Wettmar gestellt, da diese mit 23 und 25 Jahren trotz guter Pflege reparaturbedürftig sind.
Außerdem entsprechen sie weder der aktuellen Feuerwehrnorm noch haben sie ausreichende Gewichtskapazitäten für die notwendigen Rüstsätze zur technischen Hilfeleistung. Da in beiden betroffenen Orten Stützpunktfeuerwehren sind, wird die Anschaffung eines sogenannten HLF 20 für Fuhrberg und HLF 10 für Wettmar laut eines Fachgutachtens als "bedarfsgerecht" eingestuft. Das Gutachten wurde als Vorabstellungnahme zur Fahrzeugbeschaffung herangezogen.
Demnach fallen durch die geographische Lage von Fuhrberg Aufgaben an, die über den Grundschutz hinausgehen. Besonderes Gefahrenpotential herrscht entlang der Landesstraßen L310 und L381, das eine Vorhaltung von umfangreichem Einsatzmaterial und Rüstsätzen für technische Hilfeleistungen erforderlich macht. Das neue HLF 20 kann den Löschwasservorrat (2.000 Liter) des bisherigen Fahrzeuges TLF 16/25 ersetzen und verfügt zudem noch über ausreichende Kapazitäten für die umfangreiche technische Ausrüstung sowie drei zusätzliche Sitzplätze.
Das neue Fahrzeug für Wettmar erlaubt ebenfalls die Mitführung umfangreicher technischer Ausrüstung und verfügt über einen Löschwasservorrat von 1000 Litern. Allerdings müsste im Feuerwehrgerätehaus in Wettmar das Tor vergrößert werden, da das Fahrzeug sonst nicht hindurch passt. Die Stadt wird dafür weitere 25.000 Euro bereitstellen, um diese Baumaßnahme vorzunehmen.
20.000 Euro sollen in die Beschaffung kleinerer Geräte wie beispielsweise Hochleistungslüfter, Wassersauger oder ein Hydraulisches Schneidgerät investiert werden. Weitere 30.000 Euro sollen für das Setzen neuer Löschbrunnen zur Verfügung gestellt werden.
Derzeit wird im Stadtgebiet am Feuerwehrbedarfsplan gearbeitet, eine diesbezügliche Überprüfung der Löschbrunnen habe ergeben, dass viele Brunnen neu gesetzt werden müssten, sagte Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker. Ratsherr Jürgen Schodder (CDU) mahnte einen genauen Überblick zur Löschwasserversorgung an, dieser müsse schnell erstellt werden.