Stadt kauft ehemaliges Schwesternwohnheim

Barbara Schulte, Gechäftsführerin für Finanzen und Infrastruktur beim KRH, und Bürgermeister Axel Düker vor dem Eingang zum ehemaligen Schwesternheim.

„Wollen die Immobilie für weitere Entwicklung nutzen“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die Stadt Burgwedel hat vom Klinikum Region Hannover (KRH) zwei Immobilien erworben. Für insgesamt 2,1 Millionen Euro sind das ehemalige Schwesternwohnheim und ein Grundstück, das von diesem Bereich bis an den Kindergarten an der Kleinburgwedeler Straße heranreicht, das jetzt als Parkplatz genutzt wird, gekauft worden.
Bürgermeister Axel Düker und Barbara Schulte, im KRH Geschäftsführerin für Finanzen und Infrastruktur, haben am Donnerstag über die Hintergründe informiert.
Das ehemalige Schwesternwohnheim ist der Teil des Rathausgebäudes, der hinter dem leichten Knick in der Fassadenfront an der Kleinburgwedeler Straße entlang Richtung Kindertagesstätte führt.
Seit 2012 sei das Rathaus zu eng geworden. 500 bis 600 Quadratmeter habe die Stadt Burgwedel in dem jetzt angekauften Gebäude schon angemietet. Nun sei alles in den Besitz der Stadt übergegangen, freute sich Stadtkämmerer Christian Möhring. Wie Bürgermeister Axel Düker sieht auch er in dem Neuerwerb beste Entwicklungsmöglichkeiten für die Verwaltung.
Die Zahlen sind denn auch beeindruckend: 2.800 Quadratmeter Zugewinn an Büroflächen und zusätzlich 3.700 Quadratmeter an Parkraum. Das ehemalige Schwesternwohnheim und das unmittelbar angrenzende Rathaus sind durch ein Treppenhausgebäude miteinander verbunden. „Insofern war der jetzt erfolgte Kauf eine sehr logische und auf der Hand liegende Erweiterungsoption für uns“, verdeutlicht Bürgermeister Axel Düker. „Der Gebäudekomplex ermöglicht der Verwaltung der Stadt Burgwedel auf lange Sicht eine große räumliche Planungssicherheit. Die zukünftige Nutzung wird durch die Verwaltung vorbereitet. Einige Appartements könnten zum Beispiel für flexible Notunterbringungen genutzt werden.“
Bürgermeister Düker will sich Zeit lassen mit weiteren Planungen zur Nutzung der angekauften Räumlichkeiten. „Wir haben keine Eile, aber wir werden jetzt die beengte Arbeitsplatzsituation natürlich verbessern. Es geht nicht an, dass Auszubildende sich gewissermaßen mit Not-Arbeitsplätzen begnügen müssen“, sagt er.
In den anderen Etagen war und ist bisher ein Teil der Krankenpflegeschule des Klinikums Region Hannover. „Wir planen nach und nach eine Zusammenlegung unserer schulischen Ausbildungsangebote zu einer zentralen Akademie für Gesundheitsberufe“, erklärt KRH-Geschäftsführerin Schulte. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis das KRH die Räumlichkeiten in Großburgwedel nicht mehr benötigen wird.
„Hier sind wir der Stadt sehr dankbar, dass wir eine sehr flexible Regelung für den Übergang finden konnten“, ergänzt Barbara Schulte. Zunächst wird das KRH die Räume weiter mieten und dann nach und nach an die Stadt übergeben. Befragt nach dem Zeitrahmen sagte Barbara Schulte, das KRH wolle in etwa einem Jahr die Bildungsakademie für alle Bereiche der Gesundheitsberufe auf die Beine gestellt haben.
Solange bleibe diese Ausbildung wie bisher in den unteren Etagen des Gebäudes bestehen. „Und insofern haben wir ausreichend Zeit, uns in aller Ruhe und Sorgfalt zu überlegen, wie wir uns weiter entwickeln werden“, führte Bürgermeister Axel Düker weiter aus.
„Wir freuen uns sehr über diesen sehr fairen Abschluss“, betont Barbara Schulte. „Er erlaubt es, uns ein Stückchen mehr auf unsere Kernaufgabe, die stationäre medizinische Versorgung der fast 1,2 Millionen Menschen in der Region Hannover, zu konzentrieren.“
Früher sei es so gewesen, dass Lernschwestern während ihrer Ausbildung im Schwesternwohnheim leben mussten. Das habe sich geändert und der Bedarf sei nicht mehr vorhanden. Es sei eher die Ausnahme, dass Krankenschwestern noch Interesse an dieser Form der Unterbringung haben. Gegenwärtig seien nur drei oder vier Zimmer ab und an besetzt.