Stadt erteilt Einvernehmen zur Biogasanlage Thönse

Neuer Standort für Brechanlage Bluhm/Kein Nahversorger für Fuhrberg

BURGWEDEL (hhs). Drei Problemfelder, die aus Sicht der Verwaltung der Stadt Burgwedel auf unterschiedlichen Ebenen in jüngster Vergangenheit ein erhebliches Konfliktpotential entwickelt haben, sind in den vergangenen Tagen n ihrer Entwicklung weitergeführt worden. Zum einen hat die Stadt Burgwedel das sogenannte „gemeindliche Einvernehmen“ erklärt im Zusamenhang mit dem Bauantrag für eine Biogasanlage m Ortsteil Thönse, zum anderen wurde ein alternativer Standort für die Brechanlage der Firma Bluhm, Kleinburgwedel, gefunden, und zum Dritten hat Burgwedels Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, der am Bau eines Lebensmittelmarktes in Fuhrberg bisher interessierte Investor habe gegenüber der Verwaltung mitgeteilt, dass dieses Interesse erloschen sei.
In Bezug auf die Erteilung des „gemeindlichen Einvernehmens“ zum Bauantragsverfahren der Biogasanlage Thönse erklärte Bürgermeister Dr. Hoppenstedt, das sei ein Geschäft der laufenden Verwaltung. Die Stadt Burgwedel stehe unter dem Zwang, dieses Einvernehmen zu erteilen, wenn der Bauantrag des Bauherrn alle gesetzlichen Vorgaben, die für so eine Anlage zwingend vorgegeben sind, erfülle: „Eine Stellungnahme der Stadt Burgwedel ist vollkommen unwichtig für die Genehmigung“. Wohl aber habe die Verwaltung die Einwendungen gegen den Bau dieser Biogasanlage an die Region Hannover mitgeschickt. Darüber hinaus sind am Mittwoch dieser Woche alle Mitbürger, die Einwände dagegen formuliert hatten, angeschrieben worden. „Das Schreiben erläutert ausführlich die geltende Rechtslage in Deutschland für den Ablauf des Genehmigungsverfahrens“, sagte er.
Die sogenannte Brechanlage der Firma Bluhm hat ihren gegenwärtigen Standort in einem Landschaftsschutzgebiet bei Kleinburgwedel. Wie berichtet, hatte die Region Hannover deswegen den Weiterbetrieb untersagt. Neue Standorte dafür waren von regio und Stadt Burgwedel vorgeschlagen worden, jetzt aber soll es einer sein, der nach Einschätzung des Bürgermeisters kaum weiteres Konfliktpotential biete und auch auf die Zustimmung der Region als Genehmigungsbehörde stoße. Diese Fläche liegt westlich der Straße „Heidewinkel“ ein paar hundert Meter von der Staudengärtnerei Pritschow entfernt. Die Firma Bluhm darf noch bis Mitte des Jahres am alten Standort brechen und muss dann umziehen.
Außerdem gab Dr. Hoppenstedt bekannt, dass der an dem Bau eines Nahversorgers in der Ortschaft Fuhrberg interessierte Investor mitgeteilt habe, er werde dort keinen Lebensmittelmarkt einrichten. Die Stadt hatte zur schnellen Durchführung der Bauleitplanung einen Flächennutzungsplan beschlossen. „Der Bebauungsplan wird nun von Seiten der Verwaltung nicht weiter verfolgt. Wir warten damit ab, bis ein weiterer Investor kommt und dort einen Lebensmittelmarkt bauen will. Dann können wir den B-Plan voll auf dessen Bedürfnisse abstimmen. Wir stehen Gewehr bei Fuß“, erläuterte der Bürgermeister.