St. Petri-Kindergarten weihte seine neue Krippe ein

Im Hintergrund stehend Zino, der Zauberer, und Susanne Schauwenz-Köhne, die Kita-Leiterin, die beide für eine kindgerechte humorvolle Einweihung der Krippe sorgten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Schokoladentafeln von Großburgwedel bis nach Oldhorst

GROSSBURGWEDEL (hhs). Wie erklärt man Kindern im Vorschulalter, dass an Planung, Finanzierung und Bau der neuen Krippe am St. Petri Kindergarten eine Menge ganz unterschiedlicher Leute und Institutionen nicht nur beteiligt waren, sondern auch finanzielle Mittel in unterschiedlicher Höhe beigesteuert haben?
Das geht eigentlich nicht, so der erste Gedanke. Das geht doch, sagte sich die Leiterin des Kindergartens Susanne Schauwenz-Köhne. Zur offiziellen Inbetriebnahme am Freitag hatten sie und ihre Mitarbeiterinnen sich eine Menge einfallen lassen. Und die Kinder wissen nun, dass der Landeszuschuss von 231.000 Euro ausreichen würde, den Weg bis nach Oldhorst mit Schokoladentafeln zu belegen.
Das sorgte auch bei den geladenen Gästen für so manches Aha-Erlebnis und Schmunzeln. Anwesend waren die beiden hiesigen Bundestagsabgeordneten Caren Marks (SPD), Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU), von der Regionsversammlung Christiane Hinze (FDP), von der Stadt Burgwedel Heinz Visel, stellvertretender Bürgermeister, Sozialamtsleiterin Christiane Concilio und Jugendpfleger Uli Appel, Vertreter der Kirchengemeinde, die Architekten und Vertreter der Baufirma. Sie alle bestaunten den Anbau, der nun Platz für zwei Gruppen Hortkinder bieten wird.
Die Kindergartenleiterin hatte den Zauberer Zino eingeladen, der mit seinen Zaubereien die Veranstaltung immer wieder auflockerte und letztlich auch gliederte. Zino hatte es nicht leicht, wenn er kleine Bälle verschwinden ließ oder hinter irgendwelchen Kinderohren Überraschungseier hervorholte.
Die Kleinen schauten ihm mit Argusaugen dabei zu, und ihnen entging nicht, in welcher Hosentasche der Illusionist Ball oder Tuch verschwinden ließ. Das lenkte die Kinder als Hauptgäste, was sie ohne Frage an diesem Vormittag waren, ab und lockerte das Geschehen angenehm auf.
Auch die Region Hannover habe tief in die Tasche gefasst und 285.000 Euro zum Bau der Krippe beigesteuert. Hierfür bediente sich Susanne Schauwenz-Köhne einer unter Kindern sehr beliebten Währung: Überraschungseier. Eines davon hatte Zino zuvor herbeigezaubert. Die Dimension dieser Bezuschussung war denn auch gewaltig: 20 Jahre lang für jedes Kita-Kind ein Ü-Ei. „Ich bin dann schon lange in Rente“, flachste die Leitern.
Nun war Zino wieder an der Reihe und dieser zauberte eine Eiskugel aus dem Nichts: 25.000 Euro habe die Kirche als Träger des Kindergartens an Zuschuss gezahlt: Das sind immerhin 50.000 Eiskugeln, die man dafür kaufen könnte. Schließlich war die Stadt Burgwedel an der Reihe, die bei diesem Neubauprojekt gewissermaßen der Hauptsponsor war mit 324.194 Euro.
Für diese gewaltige Summe hatte Zino Geld herbeigezaubert, Kleingeld, was der stellvertretende Bürgermeister Heinz Visel und die Erste Gemeinderätin Christiane Concilio symbolisch als Geldsegen über die Kinder ausschütteten. Das solle verdeutlichen, dass das Geld der Steuerzahler bei den Kindern am Besten angelegt sei.