St. Paulus-Adventsbasar ganz im Zeichen Afrikas

Die frischen Adventsgestecke und -Kränze im Vorraum des Gemeindesaales lockten die Besucherinnen. (Foto: Renate Tiffe)
 
Beatrice Lubega, hier mit Antonia Heinrich, wurde zum Ehrenmitglied des Vereines ernannt. (Foto: Renate Tiffe)

Beatrice Lubega, Managerin der Brasilien-und Uganda-Hilfe, zu Gast

GROSSBURGWEDEL (ti). Der Verein Brasilien- und Uganda-Hilfe innerhalb der katholischen St. Paulus-Kirchengemeinde feierte in der vergangenen Woche sein 20-jähriges Bestehen. Einbezogen war der alljährliche Adventsbasar, der ganz im Zeichen Afrikas stand. Als Gast zugegen war Beatrice Lubega, Managerin des Vereins vor Ort in Kampala.
Ein wenig fremdartig muteten die Stoffe an, die für alles Verwendung gefunden hatten, was die kreativen Frauen der Kirchengemeinde auf ihren Ständen anzubieten hatten. Taschen, Beutel, Kissen - alles trug jene besonderen Muster, meist in klaren, leuchtenden Farben. Auch die Gläser mit den selbstgemachten Marmeladen und die Likörflaschen waren nicht ausgenommen. Die Stoffe waren in Afrika gekauft worden, wie Antonia Heinrich, die Vorsitzende des Hilfevereins erläuterte - eine schöne Form der Würdigung afrikanischer Produkte.
Vieles, was auf dem Basar verkauft wurde, war mit einem kleinen Schild versehen, selbst Kleinigkeiten, wie die Tannen-Mitbringsel, die für einen Euro zu haben waren. „Damit ist die Aufklärung zu Sexualität und HIV-Prävention an der Schule pro Schüler finanzierbar“, wurde den Käufern vermittelt und damit die Tragweite der Unterstützung deutlich gemacht, die auch mit wenig Geld zu erreichen ist.
Aber es ging auch um größere Summen. Antonia Heinrich warb um weitere Patenschaften für „ihre“ Schülerinnen und Schüler in Uganda. Lose wurden verkauft. 80 Preise hatte die kreative Runde dafür zur Verfügung gestellt und zwei wertvolle große Patchworkdecken, deren Gewinnlose Beatrice Lubega am Sonntag zog.
Was mit der Hilfe des Vereins in 20 Jahren bewirkt werden konnte, wurde in der Ausstellung anschaulich gemacht, die gleichzeitig in der Kirche zu besichtigen war. Wurde auf der einen Seite anhand von Bildern und Dokumenten über die Entwicklung des Vereins selbst informiert, so zeigte die gegenüberliegende Seite dessen Projekte, die Erfolge des Vereins, die bis zum Bau eines Jugendzentrums reichen. Es sind vor allem Kinder und Jugendliche, die durch die Brasilien- und Uganda-Hilfe gefördert werden.
Versteht sich, dass der Basar wie sonst ablief, mit frischen Adventsgestecken und -Kränzen im Vorraum des Gemeindesaales, und all den schon vertrauten Ständen, bei denen größere und kleinere Geschenke ausgesucht werden konnten, und vieles Dekorative, was die Adventszeit bereichert.
Die Kinder mit ihren selbstgebackenen Keksen durften nicht fehlen. Auch das Kuchenbüfett war wieder reichlich beschickt und lud zum Verweilen beim Kaffeetrinken ein.
Ein Stand zog diesmal die Käuferinnen besonders an. Beatrice Lubega hatte Schmuck aus ihrer Heimat mitgebracht, Ketten aus Papierperlen und Maiskörnern, kunstvoll verarbeitet, Armreifen aus Holz, kleine Täschchen. Der Basar bot die Gelegenheit für die Afrikanerin, sich auch außerhalb der Kirchengemeinde bekannt zu machen.
Beatrice Lubega, in ihrem Land eine der führenden Vertreterinnen der AIDS-Prävention, engagiert sich dort stark für die Brasilien-und Uganda Hilfe. Mit der Förderung von Kindern und Jugendlichen durch schulische Bildung und Aufklärung können Grundlagen gegen die verheerende Krankheit und ein Leben in Selbstbestimmung und wirtschaftlicher Sicherheit geschaffen werden.
Die Tage in Burgwedel waren ereignisreich für die agile Frau. Sie hat einen Werkstatttreffpunkt für benachteiligte Jugendliche in Hannover besucht, eine Kindertagesstätte und eine Senioren-Einrichtung. Beim Empfang nach dem Festgottesdienst am Sonntag wurde sie mit anderen verdienten Personen des Vereins zum Ehrenmitglied ernannt.