Sportangebot der TSG für Flüchtlinge in Großburgwedel

Pilotprojekt bietet Zuwanderern eine Plattform zum Sporttreiben im Verein

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Die Anzahl der Flüchtlinge und Zuwanderer in Großburgwedel hat sich von Ende 2012 bis Ende 2014 fast verzehnfacht.
Über zehn Prozent aller bis Ende des Jahres 2014 in den Umlandkommunen der Region Hannover gemeldeten Flüchtlinge leben in Großburgwedel. Mit Unterstützung der Stadt Burgwedel sowie des Regionssportbundes Hannover e.V. (RSB) möchte die Turnerschaft Großburgwedel e.V. (TSG) als drittgrößter Sportverein der Region Hannover einen gezielten Beitrag zur positiven Flüchtlingspolitik leisten.
Mit einem speziell auf die Bedürfnisse der Zuwanderer zugeschnittenen Sportangebot wird das Thema Integration offensiv und aktiv von Vereinsseite angepackt. In der Startphase des Projekts stehen die Ballsportarten Fußball, Rugby und Beach Volleyball im Mittelpunkt. „Nationalität und Herkunft spielen in unserer Vereinsarbeit keine Rolle, denn bei der TSG sind alle Menschen herzlich willkommen! Wir verstehen das neue Sportangebot als gelebte Inklusion“, so TSG-Vorsitzender Uli Appel.
Das Projekt ist zunächst für die Monate Juni und Juli geplant. In diesem Zeitraum haben interessierte Zuwanderer die Möglichkeit, sich unter Anleitung des TSG-Übungsleiters Max Lach in der Zeit von 17.30 bis 18.30 Uhr auf dem Sportplatz des Gymnasiums sportlich zu betätigen.
„Wir möchten den Flüchtlingen Einblicke in die Strukturen und Angebote eines traditionellen Sportvereins geben und Berührungsängste abbauen. Über das Projekt hinaus haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, weitere der 30 Abteilungen des Vereins kennenzulernen und am Vereinsleben teilzunehmen“, so Appel.
Für weitere Informationen und Auskünfte steht die TSG Geschäftsstelle unter der Tel. 05139-3490 gerne zur Verfügung.