Sommerfest der Pestalozzi-Stiftung lockte wieder Tausende

Weltmeisterlich war die Stimmung auf dem Fußballplatz. Hier spielten die Burgwedeler Kindergärten ihren Meister aus unter großem Jubel ihrer „familiären“ Fans. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Entspannte Biergartenatmosphäre vor dem Wichernhaus der Pestalozzi-Stiftung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Buntes Programm mit großer Bandbreite begeisterte die Besucher

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am vergangenen Wochenende hatte die Pestalozzi-Stiftung zu ihrem Sommerfest eingeladen. Die Rahmenbedingungen konnten gar nicht besser sein.
Angenehme Temperaturen, das Fest kollidierte nicht mit einer Übertragung eines Weltmeisterschaftspiels, also hatten die Burgwedeler ausreichend Zeit und Muße, um dem bunten Programm und der Stiftung ihre Aufwartung zu machen. Wie immer waren es Massen, die in den Park rund um das Wichernhaus strömten und einige Stunden hier die Angebote erkundeten.
Wer die Straße zum Wichernhaus hinunterkam, hörte schon von Weitem Anfeuerungsrufe und die klassischen anderen Geräusche, die auf ein Fußballevent hinweisen, spätestens als dann noch Pfiffe mit der Trillerpfeife hinzukamen. Aufgeregte Väter unterstützten ihre Nachwuchsspielerinnen und -spieler. „Benny, mach' ihn nass“, schrie jemand seinem Sprössling zu.
Der Junge wischte sich den Schweiß von der Stirn, lief zurück und bemühte sich, umgehend wieder in Ballbesitz zu gelangen, dann hatte er das Leder, entgegen der Anweisung seines beinahe hyperventilierenden Vaters, der mehrmals gerufen hatte, Benny solle nicht „schnippeln“.
Benny tat das trotzdem, spekuliere links hinten auf ein lässiges Abspiel seines Gegenspielers, schnappte sich den Ball, ließ zwei Gegenspieler „aussteigen“ und versenkte das „Runde in das Eckige“. So schön kann Fußball sein, auch wenn es die Mannschaften Burgwedeler Kindergärten waren, die hier ihren Meister ausspielten.
Unter den hohen geschlossenen Kronen der alten Bäume hatten viele Stände Schutz vor der Sonne gesucht: Hier präsentierten sich Einrichtungen der Pestalozzi-Stiftung und stellten ihre Arbeiten aus. Das gab es Malerei zu sehen in Öl und Acryl, Kinder konnten sich schminken lassen, nochmal Fußball in einem überdimensionierten „Menschenkicker“, da konnten große und kleine Gäste Hüte basteln und anmalen, Bälle in die Löcher einer Holzwand werfen. Wer genau zielte, erhielt dafür einen kleinen Preis.
Dann war da noch „Pesta-City“, eine kleine Westernstadt mit Hufeisen- und Dosenwerfen, Sackhüpfen und natürlich einem Grill, auf dem leckere Würstchen und Steaks vor sich hin brutzelten. Ein paar Meter weiter konnten die Kinder nicht nur vom Leben im Wilden Westen träumen, sondern auch richtig reiten. Ein paar Ponys geben ihr Bestes und drehten geduldig Runde um Runde in dem abtrassierten Bereich.
Die Pestalozzi-Straße war in Höhe des Wichernhauses voll gesperrt. Hier waren die zukünftigen Rennfahrer in ihrem Element – stundenlang fuhren die ganz kleinen Gäste mit ihren Bobby-Cars um die Wette. Vor dem Wichernhaus war das kulinarische Zentrum dieses Sommerfestes angesiedelt: Die Küche der Pestalozzi-Werkstatt hatte für einen richtigen kleinen Biergarten gesorgt, mit Biertischen, Sonnenschirmen und Bänken, Grillständen am Rande und einem Speisenangebot, das an diesem Nachmittag viele hungrige Freunde zufriedenstellte. Kühle Getränke gab es gleich nebenan, und leckeres Eis im Schatten der Bäume.
Nur wenige Meter entfernt war die Bühne aufgebaut, auf der sich viele Einrichtungen der Stiftung präsentierten, Live Musik stattfand und deren Tontechnik von Bewohnern der Pestalozzi-Stiftung perfekt betreut wurde. Hier hatten auch drei „junge Damen“ des Celler evangelischen Kinderheimes, ebenfalls eine Einrichtung der Pestalozzi-Stiftung, Premiere. Begleitet von Keyboard und Gitarre absolvierten sie ihren ersten öffentlichen Gesangsauftritt. Trotz der anfänglichen Aufregung ging dann alles gut, und die rund 100 Zuschauer zollten dafür am Ende jede Menge Beifall.