Senioren-Wohnpark Großburgwedel – die Familiennachfolge ist gesichert

Frank Scharpenberg (links) beim Rundgang mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte. (Foto: Renate Tiffe)

15 weitere Wohnungen auf der anderen Straßenseite geplant

GROSSBURGWEDEL (ti). Der Senioren-Wohnpark in Großburgwedel verfügt über 102 Wohneinheiten. Familiengeführte Anlagen in dieser Größenordnung gibt es nicht allzu häufig. Für den SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte war dies der Anlass, dem Haus einen Besuch abzustatten, um sich über dessen Entwicklung zu informieren. Wohnen im Alter ist ein Thema, mit dem sich Politiker aller Couleur immer wieder zu beschäftigen haben.
Im Jahr 2006 erhielt die Burgwedeler Einrichtung das Zertifikat für „Betreutes Wohnen“ verliehen. Zwar fehlt eine gesetzliche Definition für den Begriff. Mit dem Zertifikat sind jedoch Mindeststandards nach einer DIN-Norm für Menschen mit Unterstützungs-Bedarf festgelegt. Darüber hinaus kann jede Einrichtung zusätzliche Dienstleistungen anbieten.
Für das Haus in der Ortsmitte von Großburgwedel wurde über die Jahre offenbar ein Konzept gefunden, das von Erfolg gekrönt ist. Das stellte sich bei der Vorstellung durch die Familie Scharpenberg heraus. Alle Wohnungen sind ausgebucht. Es besteht eine längere Warteliste. Für die Zukunft geplant ist eine Erweiterung mit ca. 15 Wohnungen auf der anderen Straßenseite. Die denkmalgeschützten Gebäude, die ebenfalls im Eigentum der Familie sind, müssen noch entsprechend restauriert werden. Ein Teil davon wurde vorerst dem IKM-Kulturtreff überlassen.
Der Wohnpark Großburgwedel ist im Jahr 1999 in Betrieb genommen worden. Unter dem Aspekt des betreuten Wohnens werden die Wohnungen, in der Größe von 46 bis 94 qm und mit ausgestatteten Küchen, per Mietvertrag vermietet. Zunächst wurden für Dienstleistungen, die über die Grundversorgung hinausgingen, mit Pflegediensten und dem DRK Burgdorf zusammengearbeitet. Das änderte sich 2009, als die Familie sich mehr dem Servicegedanken zuwandte. Heute gibt es einen hausinternen Pflegedienst, der – wenn nötig - eine vorübergehende Pflege bei akuten Problemen oder Krankheit sichert.
„Die Anprüche im Alter haben sich gewandelt“, betont Dr. Hans-Georg Scharpenberg. Ein selbstbestimmt Leben werde gewünscht, die eigenen vier Wände gehören dazu, möglichst auch das Selberkochen. „In unseren Wohnungen können die Mieter absolut autark leben“, ergänzt Frank Scharpenberg, neben dem Vater der zweite Geschäftsführer des Wohnparks. Er führt durch das von Helligkeit geprägte Gebäude und präsentiert eine der Wohnungen, vom Balkon aus mit Blick auf die schöne, großzügig gestaltete Gartenanlage im Innenbereich. Das moderne Heizsystem und auch das Beleuchtungssystem wird erläutert. An alles ist gedacht, auch an die Müllentsorgung auf der Etage („Müll ist eine Thema“). Nicht zu reden von den einladenden Gemeinschaftsbereichen im Haus mit dem großen Saal im Mittelpunkt, der auch als Restaurant dient und für Veranstaltungen aller Art, auch öffentliche.
Mit dem Studium der Betriebswirtschaft und für Gebäudemanagement hat Frank Scharpenberg beste Voraussetzungen für die Betriebsleitung geschaffen. Die Nachfolge erscheint gesichert. Das wird bei diesem Rundgang mit vermittelt.
Der Landtagsabgeordnete würdigte abschließend das persönliche Engagement. Viele Einschränkungen im Alter könnten dadurch erleichtert werden. In einer solchen Form sei dies vor allen in Familienbetrieben möglich.