Schulcampus Isernhagen ist nun besiegelt

Strahlende Gesichter bei der Vertragsunterzeichnung zum Schulcampus Isernhagen (v. l.): Ulrich Falk, Patrick von Amsberg (Technischer Bereichsleiter/Züblin), Arpad Bogya und Erste Gemeinderätin Nicole Jürgensen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Ansicht des geplanten Schulcampus Isernhagen. (Foto: Grafik Quelle: Züblin AG, SchröderArchitekten)

Gemeinde Isernhagen unterzeichnet den Vertrag für die Erweiterung des Schulzentrums

ISERNHAGEN (bgp). Strahlende Gesichter bei der Vertragsunterzeichnung für den Erweiterungsbau des Schulzentrums am Helleweg. Bürgermeister Arpad Bogya und die Vertreter des Generalunternehmens Züblin, das mit dem Bau betraut wird, besiegelten mit ihrer Unterschrift eines der größten Bauprojekte in der Gemeinde.
„Das Unternehmen hat bei der Ausschreibung den Anforderungen an den Schulcampus am besten entsprochen, das wurde toll umgesetzt!“, lobte Bogya und verwies auf die unterschiedlichen baulichen, technischen und pädagogischen Maßgaben, die dabei zu berücksichtigen waren. Insgesamt fünf Unternehmen hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.
Die Erweiterung solle die Gleichberechtigung von IGS und Gymnasium baulich widerspiegeln, erklärte der Bürgermeister das Bestreben, die Schulen um einen gemeinsam zu nutzenden Marktplatz anzuordnen und damit den Altbestand an den Neubau anzugliedern. Die bereits in Teilen begonnene Sanierung der Fassade des Gymnasiums werde im Zuge dessen abgeschlossen und an das moderne Erscheinungsbild des Komplexes angepasst.
Der Name „Schulcampus Isernhagen“ für das Gebäudeensemble erhebe keinen universitären Anspruch, sei aber in einem Beteiligungsprozess als baulicher Ausdruck zeitgemäßer Schulformen ausdrücklich gewünscht worden.
25,4 Millionen Euro lässt sich die Gemeinde Isernhagen das Projekt kosten, dessen Umsetzung mit dem Abriss der alten Sporthalle im westlichen Bereich des Geländes beginnen wird. Die in Amtsdeutsch bezeichnete „Niederlegung“ der Sporthalle solle bereits ab Beginn der Sommerferien erfolgen, der genaue Termin stehe aber noch nicht fest, so Joost Götze vom Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung. Grundsätzlich sei man bestrebt, den laufenden Betrieb durch die Bauarbeiten so wenig wie möglich zu stören, erklärte Götze.
So werde die Realschule zunächst in die Heinrich-Heller-Schule umziehen, der Schul- und Vereinssport auf mehrere Hallen in Isernhagen umverteilt und für die Nutzung der Außensportanlagen hinter dem Schulzentrumsgebäude Umkleide- und Materialcontainer aufgestellt. Der Zugang für die Sportler werde ebenfalls nach hinten verlegt, damit diese Zugang auf das Außengelände haben, ohne die Baustelle queren zu müssen.
Der Bauantrag werde voraussichtlich am 20. Juli 2018 eingereicht, erfahrungsgemäß sei die Baugenehmigung nach etwa vier Monaten zu erwarten, erklärte Ulrich Falk, Kaufmännischer Bereichsleiter bei Züblin. Joost Götze ist optimistisch, dass der Beginn der Arbeiten mit dem Aushub der Baugrube und ersten Gründungsmaßnahmen im Rahmen einer Teilbaugenehmigung Ende Oktober erfolgen kann.
Die Beteiligten rechnen mit einer reinen Bauzeit von knapp zwei Jahren, die bis Juli 2020 abgeschlossen sein soll. Insgesamt werde es aber rund fünf Jahre dauern, bis die Fassadensanierung des Altbestandes abgeschlossen und sämtliche Umstrukturierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erfolgt sein werden, so Götze.
„Wir werden häufig danach gefragt, das Interesse ist sehr groß“, kommentiert Silvia Voltmer, Leiterin des Amtes für Jugend, Bildung uns Sport, die Resonanz auf den Schulcampus Isernhagen. Die Schulleiter, Lehrkräfte und Mitarbeiter der Jugendpflege werden bereits am 31.05.2018 über die genauen Pläne informiert.
Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Schulzentrum Isernhagen wird der Erweiterungsbau am 7. Juni 2018 um 19.00 Uhr allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Für jene, die an diesem Tag keine Zeit haben, hängen die Pläne im Schulzentrum laut Silvia Voltmer noch bis zum 15. Juni 2018 aus.