Schüler-Pop-Chor erhält von KuK finanzielle Unterstützung

Dank der finanziellen Unterstützung durch KuK kann es weitergehen mit dem Schüler-Pop-Chor. (Foto: Renate Tiffe)

Musik-AG der Burgwedeler Schulen kann weiter laufen

GROSSBURGWEDEL (ti). Seit vier Jahren gibt es im Burgwedeler Schulzentrum eine Musik-Arbeitsgemeinschaft (AG), bei der Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen mitmachen können. Auf Initiative der Musikschule Isernhagen-Burgwedel entstanden, hat sich ein Schüler-Pop-Chor entwickelt, der vor allem bei schulinternen Veranstaltungen auftritt. Der Chor stand jetzt vor dem Aus, weil das Land Niedersachsen seine Fördergelder auf die (Schul-)Musikbewegung „Klasse, wir singen“ konzentriert hat.
Die elf Mädchen, ein Junge ist auch dabei, stehen im Halbrund des Musikraumes der Albert-Schweitzer-Schule und machen Lockerungs- und Stimmübungen, bevor es richtig losgeht. „Schultern hoch, Arme ausbreiten, einatmen, ausatmen“, zeigt Judith Severloh, die Dozentin der Musikschule, bevor sie sich ans Klavier setzt und den Sängerinnen erste Töne entlockt. „Frischer“, motiviert sie die Jugendlichen. Sie kommen aus der Albert-Schweitzer-Schule, der Haupt- und der Realschule und hängen nach der sechsten Unterrichtsstunde um 13.45 Uhr freiwillig noch eine Stunde zum Singen dran. Frischer kommen die Mädchen, der Junge, wie von allein aus sich heraus, wenn sie einen der Pop-Songs anstimmen, den sie selbst ausgewählt haben.
Singen verbindet, sagt Nicola Bodenstein-Polito, die Schulleiterin der Musikschule. Im Gegensatz zu ihrer Einrichtung, an der die Eltern Gebühren zahlen, wird der Unterricht bei der Musik-AG kostenfrei angeboten. Für die Musikschule ist die Förderung des Chorgesangs auf dieser Ebene so wichtig, dass sie den Teilnehmerinnen ein Zertifikat erteilt, das später bei Bewerbungen eine Rolle spielen kann.
Gesang sei eines der schönsten und wertvollsten Kulturgüter, meint Regina Gresbrand, die Initiatorin von Kunst und Kultur für Kinder (KuK). Singen verbessert die Sprache und die Ausdrucksmöglichkeiten beim Nachwuchs. Der junge Pop-Chor dürfe nicht am Geld scheitern. „Wir müssen sehen, was geht für die Kinder“, fügt die erfahrene Fundraiserin hinzu (Fundraising ist sozusagen der neue Ausdruck für „Betteln für einen guten Zweck“). Sie hat soeben mit KuK einen Ideenwettbewerb für Integration gewonnen und kann daher etwas Geld locker machen. Frau Gresbrand beklagt, dass es in Burgwedel kaum einen Kinder- oder Jugendchor gibt. Bestenfalls Projektchöre bilden sich für kurze Zeit, so wie es auch bei KuK für Aufführungen geschieht. Der Ganztagsschulbetrieb lässt Kindern kaum noch die Gelegenheit, sich regelmäßig außerschulisch zu betätigen. Umso höher seien das Engagement der Musikschule und die Bereitwilligkeit der jungen Sänger zu bewerten. - Eine Zusammenarbeit zwischen KuK und der Musikschule besteht schon länger, etwa wenn ein Piano zur Verfügung gestellt, oder die kostenlose Ausbildung für junge Keyboarder sichergestellt wird.
Der Einstieg von KuK eröffnet für die jungen Popsänger zugleich die Möglichkeiten für weitere Auftritte in der Öffentlichkeit. Im Mai findet die nächste Veranstaltung des Deutschen Kulturrates in Burgwedel statt. Eine Einladung sei jetzt schon sicher, verspricht Regina Gresbrand.