Schnellerer DSL-Anschluss bald auch in Engensen?

CDU und SPD haben genug Unterschriften gesammelt

ENGENSEN (ti). Immer wieder wurden Joachim Schrader und Joachim Lücke als Vertreter der beiden Parteien CDU und SPD von Engenser Bürgern auf schnellere Internetverbindungen im Dorf angesprochen. Vorgespräche wurden mit dem regionalen Telekommunikationsunternehmen htp geführt, das bereits die Ortsteile Wettmar, Thönse und Oldhorst mit DSL-Anschlüssen versorgt hat.
Wie auch in den anderen drei Ortsteilen mussten zunächst ausreichend schriftliche Interessensbekundungen auch aus Engensen vorliegen. Die Zahl von 160 erforderlichen Unterschriften wurde genannt. 136 solcher Unterschriften wurden schon bei ersten Umfragen erreicht. Auf nochmaliges Nachfassen konnten Schrader und Lücke nun in den letzten Tagen insgesamt 179 solcher Interessensbekundungen zusammentragen.
„Das sind mehr als wir unbedingt brauchen“, sagte Schrader. Damit sei noch eine Reserve vorhanden, wenn der eine oder andere sich anders entschließt. Lücke wies noch einmal darauf hin, dass es sich bei den Unterschriften lediglich um Interessensbekundungen und nicht um Vorverträge handele.
An sich war Engensen bis jetzt ausreichend mit Internetanschlüssen versorgt. Nachdem die Grundversorgung durch die Telekom viele Einwohner nicht mehr zufriedenstellte, waren durch die Initiative einiger Bürger über Funkverbindungen schnellere Verbindungen geschaffen worden. Die Wählergemeinschaft Engenser Bürger (WEB) verdankte ihren effektiven Start im Wesentlichen dieser Initiative. Mit der Zeit und nachdem die anderen Ortsteile von htp über DSL-Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 50 MB verfügten, wuchs auch in Engensen besonders bei Gewerbetreibenden und Kleinbetrieben das Interesse, an flächendeckendem schnelleren DSL.
Bei den wachsenden Anforderungen an das Internet könne der Ortsteil Engensen nur auf diese Weise entwicklungsfähig bleiben, meinten Schrader und Lücke. An den bereits vorhandenen Telekommunikationsverbindungen solle sich nichts ändern. Jeder könne schließlich den Anbieter wählen, der am besten seinen Bedarf abdeckt, betonten beide.
Die Unterschriftenliste wurde htp bereits übergeben. Es sei nun zu prüfen, wie der Anschluss von Engensen in den Investitionsplan passt, hieß es von dem Unternehmen. Gespräche müssten auch noch mit e.on geführt werden, der die Glasfaserleitungen gehören, welche htp mit benutzt. Die Verteilerkästen müssen vergrößert werden. - Voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte werde man zu einem gemeinsamen Termin zusammenkommen, kündigten Schrader und Lücke an.